Landkreis erweitert das Netz fürs schnelle Internet

+
Landkreis erweitert das Netz fürs schnelle Internet
  • schließen

Wo im Ostalbkreis mit einer besseren digitalen Versorgung zu rechnen ist.


Aalen.
 Die Bundesregierung fördert seit November 2015 deutschlandweit den Ausbau leistungsfähiger Breitbandnetze in den Regionen. Auch auf die Ostalb profitiert von dem Förderprogramm – in dem zunächst die sogenannten weißen – mittlerweile auch die grauen Flecken beseitigt werden. Über den aktuellen Stand hat jetzt im Kreistag Werner Riek, Leiter Breitbandkompetenzzentrums, informiert und einen Ausblick auf die noch notwendigen Arbeiten gegeben. Zu Beginn appellierte Landrat Dr. Joachim Bläse an die Kommunen des Kreises, bei Bedarf schnellstens einen Antrag zu stellen. „Für die kleineren Gemeinden ist die Förderung einiges wert“, betonte Bläse.

Situation im Ostalbkreis

„Künstliche Intelligenz und die Digitalisierung braucht Infrastruktur“, stellte Werner Riek fest. Die kreisweiten Backbonetrassen miete man derzeit sowohl von Infrastrukturanbietern an, aber errichte diese auch im Eigenausbau selbst. Durch die intensive Planungs- und Bautätigkeit der vergangenen Jahre seien, so der Leiter Breitbandkompetenzzentrums, von den 670 Kilometer insgesamt geplanten Backbonetrassen derzeit 85 Prozent bereits realisiert. Damit liege der Ostalbkreis beim Ausbau weit vorn. „In den nächsten beiden Jahren ist geplant, Trassen auf einer Länge von weiteren 35 Kilometern im Eigenbau zu errichten und etwa 60 Kilometer von der Deutschen Bahn anzumieten“, erklärte der Fachmann.

Der Landkreis und die Bahn

Weshalb die Landkreisverwaltung mit der Bahn zusammenarbeitet erläuterte Riek genauer. Entlang der Schienenwege im Kreis könne man Innenstadtlagen, die prinzipiell schwierig zu erschließen seien, auf kostengünstige Art und Weise mit eigener Glasfaserinfrastruktur anbinden. Der Experte nannte in diesem Zusammenhang die Städte Aalen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd und sprach von einer leistungsfähigen Datenautobahn. 

Experte rät zu handeln

Es sei jeder Kommune selbst überlassen, was sie aus diesem Angebot mache. Riek machte dabei aber, wie vor ihm schon der Landrat, keinen Hehl daraus, dass es sich lohne, jetzt zu handeln. „Mit der Investition in die digitale Infrastruktur werden Vermögenswerte geschaffen, die eine Lebensdauer von 80 bis 100 Jahre haben“, sagte Werner Riek. Der Leiter Breitbandkompetenzzentrums bezeichnete zudem die Förderkulisse von 90 Prozent durch Land und Bund als „höchst attraktiv“.

Weil diese aber zum Jahresende auslaufe, gelte es nun die Förderanträge rechtzeitig zu stellen. 

Der aktuelle Backbone-Planungsstand.
Der aktuelle Backbone-Planungsstand.
Der aktuelle Backbone-Planungsstand.

Zurück zur Übersicht: Ostalbkreis

Kommentare