Landratsamt informiert über die Lage vor dem Öffnungswochenende

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Corona im Ostalbkreis

Corona-Mutante in Kirchheim, Testungen und Luca-App - wie all das mit dem ersten Öffnungsschritt zusammenspielt.

An diesem Donnerstag konnte der Ostalbkreis bekannt geben, dass die Sieben-Tage-Inzidenz seit fünf Werktagen unter 100 liegt und somit die sogenannte Bundesnotbremse außer Kraft gesetzt werden kann. Ab Samstag heißt dies nun erste Öffnungsschritte und ein Schritt in Richtung Normalität. Aus Sicht des Landrats und des Krisenstabs im Landratsamt ist dies sehr erfreulich.

Landrat bedankt sich für das Durchhalten

Landrat Dr. Joachim Bläse richtet sich an die Bürgerinnen und Bürger: „Danke für Ihre Kraft und Ihr Durchhalten in den letzten Monaten. Nur durch die Disziplin jedes Einzelnen konnten wir dies nun erreichen. Das Erreichte darf jetzt nicht gefährdet werden, es sollte unser Ziel sein, weiterhin diszipliniert und verantwortungsvoll mit den Lockerungen umzugehen, um die nächste Öffnungsstufe zu erreichen.“

Corona-Mutation in Kirchheim

Der Ostalbkreis hatte gestern immer noch eine sehr große Anzahl an Neufällen, die zweithöchste in Baden-Württemberg. Zudem hat der Ausbruch in Kirchheim gezeigt, wie aggressiv sich Corona-Mutationen verbreiten können. Nur dank des engagierten Vorgehens des Gesundheitsamtes, der schnellen Kontaktpersonennachverfolgung, der sehr guten Zusammenarbeit mit der Ortspolizeibehörde Kirchheim und der Polizei konnte sehr schnell reagiert werden und die Situation gut im Griff behalten werden. Nach wie vor ist jedoch eine sehr intensive Beobachtung und Kontrolle notwendig. 

Öffnungsschritte

Seit 14. Mai gilt in Baden-Württemberg ein Stufenplan zu schrittweisen Öffnungen bestimmter Einrichtungen und Aktivitäten. Die erste Stufe gilt, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Stadt- oder Landkreis an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 100 liegt, so wie nun im Ostalbkreis.

Die Öffnungsstufe 2 tritt nur dann ein, wenn an 14 aufeinanderfolgenden Tagen die Inzidenz unter 100 bleibt und gleichzeitig eine sinkende Tendenz besteht. „Unser gemeinsames Ziel ist klar, eine sinkende Inzidenz“, so Bläse.

Luca-App

Die Luca-App zur Eindämmung der Corona-Pandemie kann künftig nicht nur zum Einchecken in Gaststätten, Geschäften und Events verwendet werden, sondern sie kann auch negative Testergebnisse anzeigen. Um diesen Service anbieten zu können, müssen sich interessierte Teststellen online mit Luca in Verbindung setzen und sich registrieren unter testzentrum@luca-app.de. Ebenfalls müssen die registrierten Teststellen eine Softwarevariante im Einsatz haben, die mit Luca korrespondieren kann. Im Anschluss an die Registrierung kann die Teststelle individuell pro Test einen QR-Code erzeugen, mit dem der Getestete diesen in die Luca-App überführen kann. Die Tests bleiben 24 Stunden (beim Schnelltest) bzw. 48 Stunden (beim PCR-Test) auf der Luca-App gespeichert. Im Anschluss werden die Tests automatisch gelöscht und sind nicht mehr abrufbar. 

Auf Grund einer Hash-Verschlüsselung kann ein QR-Code lediglich einem Nutzer zugeordnet werden und kann kein weiteres Mal verwendet werden. Zusätzlich ist es notwendig, dass der Name des Getesteten mit dem registrierten Namen des App-Anwenders übereinstimmt, anderenfalls wird das Testergebnis innerhalb von Luca nicht akzeptiert. Verwaltet werden die Testergebnisse beim Anwender innerhalb der Luca-App im Bereich „Mein Luca“. Die Bescheinigungen, die von den Teststellen ausgestellt werden, haben natürlich weiterhin volle Gültigkeit (bis zu einer möglichen Registrierung von Teststellen).  

Testen

Seit 6. März gibt es die vier zentralen Teststellen im Ostalbkreis (Aalen, Schwäbisch Gmünd, Ellwangen und Bopfingen) die von den beiden DRK Kreisverbänden Aalen und Schwäbisch Gmünd sowie dem Malteser Hilfsdienst e. V. betrieben werden. Landrat Dr. Joachim Bläse dankt den Hilfsorganisationen ausdrücklich, „Nur durch das enorme Engagement der Hilfsorganisationen, konnten die Testzentren aufgebaut und betrieben werden.“ Seit dem Beginn wurden über 50.000 Tests durchgeführt (Stand: 27. Mai). Aufgrund der Vielzahl an weiteren Testangeboten in den Städten und Gemeinden wird das Kreisangebot in den kommenden Wochen in kommunale Strukturen übergehen. 

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