Jahresrückblick März 2021

Landtagswahl: Mack lässt Federn – schafft es aber zum fünften Mal direkt

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Landtagswahl im März 2021: So schnitten die Kandidaten aus den Wahlkreisen Schwäbisch Gmünd (links) und Aalen ab.
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  • Jürgen Steck
    Jürgen Steck
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Die CDU bleibt im Wahlkreis Aalen vorn. Dr. Franz-Josef Grill von den Freien Wählern gelingt ein echter Überraschungserfolg, ebenso wie Martina Häusler (Grüne) in Gmünd.

Aalen
Winfried Mack holt das Direktmandat für die CDU und zieht als einziger Kandidat aus dem Wahlkreis Aalen in den Stuttgarter Landtag ein. Mack schafft das Direktmandat zum fünften Mal, ist seit 2001 direkt gewählter Abgeordneter. Er hat aber im Vergleich zur Wahl von 2016 schwer Federn lassen müssen – und kommt nur noch auf 29,8 Prozent der Stimmen.
Offenbar hat ihm der Kandidat der Freien Wähler, Dr. Franz-Josef Grill, viele Stimmen abnehmen können. Grill holt 9,73 Prozent, ist insbesondere im Ellwanger Raum stark. In Ellenberg etwa kommt Grill auf 30 Prozent, in der Stadt Ellwangen verbucht er fast 24 Prozent aller Wählerstimmen für sich. Auf Platz zwei landet der Grüne Alexander Asbrock mit genau einem Viertel der Stimmen, ein bisschen weniger als Bennet Müller, der 2016 25,8 Prozent der Stimmen holt.
„Enttäuscht bin ich nicht, aber ich bin traurig für die Region“, sagt Asbrock am Wahlabend, als klar wird, dass sich auf die Hoffnung auf ein grünes Mandat in Stuttgart für den Wahlkreis Aalen zerschlägt. In den Städten Aalen und Oberkochen sowie in Adelmannsfelden holt Asbrock jeweils die meisten Stimmen.
Eine weitere Überraschung im Ostalbkreis gelingt der grünen Kandidatin Martina Häusler, die den traditionell schwarzen Wahlkreis Schwäbisch Gmünd für sich entscheiden kann - Häusler kommt auf 30,11 Prozent der Stimmen. Sie holt im Ostalbkreis das beste Ergebnis aller Kandidatinnen und Kandidaten. Auch Heidenheim geht an die Grünen. Martin Grath holt dort 25,84 Prozent.
Winfried Mack hat zwar 5 Prozent verloren, er und Dr. Franz-Josef Grill sind aber die einzigen Aalener Kandidaten, die im Vergleich zum Landesergebnis deutlich besser abschneiden als ihre Parteien.
Dr. Carola Merk-Rudolph (SPD) verliert im Vergleich zu ihrem schlechten Ergebnis von 2016 noch einmal mehr als 2 Prozent und kommt auf 9,99 Prozent. In ihrer Heimatstadt Bopfingen holt sie sagenhafte 22,3 Prozent. Sie freut sich, dass die SPD im Land drittstärkste Kraft vor der AfD wird.
Jan-Hendrik Czada von der AfD verliert mit 9,5 Prozent fast 5 Prozent und liegt auch unter dem Landesschnitt. Der 40-jährige Diplom-Politologe kandidierte nach 2106 zum zweiten Mal für den Landtag.
Manuel Reiger (FDP) kann zwar vom für die FDP insgesamt positiven Trend profitieren und knapp 3 Prozent zulegen auf 9,12 Prozent. Besonders stark schneidet er in Neresheim ab, wo er im Herbst 2017 auch als Bürgermeister kandidiert hatte. Er bleibt aber unter dem Landesschnitt.
Justin Niebius (Die Linke) holt im Wahlkreis Aalen 2,7 Prozent der Stimmen. Entgegen dem Landestrend verliert er 0,4 Prozent.Die Wahlbeteiligung von 63,87 Prozent findet Landrat Dr. Joachim Bläse in seiner Wahlanalyse „enttäuschend“, zumal gerade „so viele Menschen sich für Politik interessieren“.

  • Manöverkritik"Haben nicht überzeugt"
  • Der CDU-Kreisvorsitzende Roderich Kiesewetter kommentiert am Wahlabend: „Das Ergebnis war leider zu erwarten, ist aber für die CDU absolut bitter. Wir müssen nun selbstkritisch sein. Wir haben offensichtlich nicht mit unseren Themen und Lösungen überzeugt, und es fehlte die nötige Sympathie für die Spitzenkandidatin Eisenmann, die gegen einen sehr beliebten Ministerpräsidenten angetreten ist.“

Die Wahlbeteiligung ist enttäuschend."

Dr . Joachim Bläse Landrat

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