Landwirte nutzen Laschet-Besuch für eine Protestaktion

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Landwirte aus dem Ostalbkreis demonstrieren bei der CDU-Wahlkampfveranstaltung mit Armin Laschet in Essingen.
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Landwirte aus dem Ostalbkreis demonstrieren bei der CDU-Wahlveranstaltung mit Armin Laschet in Essingen.

Den Besuch von Armin Laschet in Essingen nutzten zahlreiche Bauern aus dem Ostalbkreis für eine Protestaktion. Mit zahlreichen Traktoren waren sie nach Essingen gefahren, um während des Wahlkampfauftrittes des CDU-Kanzlerkandidaten ihre Positionen und ihre Kritik deutlich zu machen. "Warum zerstören Sie mit fragwürdigen Auflagen unsere nachhaltige, regionale Landwirtschaft?", stand zum Beispiel auf einem Plakat geschrieben, das am Anhänger eines Traktors befestigt war. Zudem wurde die Frage gestellt, warum gleichzeitig Lebensmittel, die ohne entsprechende Lebensmittelstandards produziert werden, importiert werden dürfen. Die Landwirte kritisierten die Agrarpolitik insgesamt, insbesondere die Düngeverordnung und die Tierwohlinitiative, die den Landwirten hohe Investitionen aufzwingen - Investitionen, die Landwirte im Ausland nicht machen müssen, so die Argumentation der Protestierenden. Das gefährdet ihre Wettbewerbsfähigkeit, wird argumentiert. Zu sehen war bei der Protestaktion auf eine Flagge der Landvolkbewegung, die sich in den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts gebildet und sich immer mehr radikalisiert hat. Neben den Landwirten haben auch Gegner der Corona-Politik den Auftritt von Laschet genutzt, um ihre Meinung kundzutun. jhs

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