LEA: Noch nicht überbelegt

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Flüchtlinge aus der Ukraine kommen in der LEA an.
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Entgegen anders lautenden Medienberichten ist  in der  Erstaufnahmestelle in Ellwangen noch Platz für aus der Ukraine geflüchtete Menschen. 

Ellwangen. Die Landeserstaufnahmestelle in Ellwangen ist nicht  mit aus der Ukraine geflüchteten Menschen überbelegt. Dies sagt deren Leiter Berthold Weiß auf Anfrage dieser Zeitung. Weiß widerspricht damit Medienberichten vom Mittwoch, in denen dies gemeldet worden war. Derzeit, Stand Mittwochnachmittag, seien 850 Menschen in der LEA in Ellwangen untergebracht, berichtet Weiß. Aktuell sei dort noch Platz für 350 weitere Geflüchtete. Die Kapazität der LEA liege bei 1200 Plätzen - so sei dies auch mit den entscheidenden Stellen besprochen. Weiß nennt in diesem Zusammenhang das Regierungspräsidium, die Ellwanger Stadtverwaltung und die Kreisverwaltung. Die Medienberichte über die angebliche Überbelegung der LEA erklärt sich Weiß durch die sogenannte "Standardgrenze" der LEA, die mit 750 Personen angegeben wird. Diese sei aber nicht relevant, wenn es um die tatsächliche Kapazität gehe.

Weiß spricht auch davon, dass im Ostalbkreis sehr viele aus der Ukraine geflüchtete Menschen privat untergekommen seien. Dass dies so gut geklappt habe, dafür sei den vielen Anbietern privater Unterkünfte ein großes Lob auszusprechen, aber auch der Landkreisverwaltung mit Landrat Dr. Joachim Bläse an der Spitze. Bläse habe bereits sehr frühzeitig die kommunale Familie zusammengeholt und auf das, was kommen wird, vorbereitet. Dies zahle sich nun aus.

Susanne Dietterle vom Landratsamt ergänzt, dass die Landkreisverwaltung neben Geflüchteten aus der Ukraine, die teils direkt bei Verwandten oder Freunden unterkommen, in ihren Gemeinschaftsunterkünften Ukraine-Flüchtlinge aufnimmt. Wie bereits bekannt ist, stehen dafür  dem Landratsamt als Gemeinschaftsunterkunft das DRK-Pflegeheim in Bopfingen mit rund 100 Plätzen zur Verfügung sowie die Gebäude in der Schwäbisch Gmünder Werrenwiesenstraße. Weitere Plätze werden ausgebaut in Neresheim, Kirchheim, Aalen und Schwäbisch Gmünd. Teilweise könne auch direkt in kommunalen Wohnraum vermittelt werden.

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