Leander Brune mit Bach und Co.

  • Weitere
    schließen
+
Leander Brune: Der 17-Jährige spielte am Freitagabend in der Villa Stützel in Aalen.

Die Villa Stützel lud zu ihrem Programm "Förderung junger Künstler aus der Region". Auch der Lions-Club engagiert sich.

Leander Brune sitzt am Flügel. Er hält einen Moment inne. Das Publikum schaut gebannt. Er hebt die Hände und beginnt. Eigentlich hätte er in der Villa Stützel in Aalen bereits im März musizieren sollen. Doch Corona machte dem zweiten Bundespreisträger in der Kategorie "Klavier solo" einen Strich durch die Rechnung. Und trotzdem hat die Villa Stützel gemeinsam mit dem Lions-Club Aalen arrangiert, dass das Konzert des 17-Jährigen nachgeholt wird. Ravel, Liszt, Bach und mehr – es ist ein schöner Freitagabend für wunderbare Musik.

Auch der Ort ist perfekt, die Kronleuchter im villa-eigenen Wintergarten strahlen in warmem Licht und der Park zeigt sich im satten Grün. Karl Kurz, Past-President des Lions-Clubs Aalen, eröffnet den Abend. 78 Besucher haben es sich Wintergarten und im Grünen bequem gemacht, altersmäßig sind sie bunt durchmischt.

Lions-Club Aalen unterstützt das Konzert

"Im Lockdown haben wir gemerkt, wie sehr uns die Kultur fehlt," betont Kurz. Als ein wichtiges Element in der Gesellschaft bezeichnet der letzte Präsident des Lions-Clubs kulturelle Ereignisse. Um das zu unterstreichen und Künstler zu fördern, unterstützt der Lions-Club Leander Brune mit 1000 Euro.

Dann kommt der Moment: Der junge Pianist eröffnet das Konzert mit Bachs Kontrapunkt 1 aus "Die Kunst der Fuge". Brune wird an diesem Abend Verträumtes und gleichermaßen Leidenschaftliches präsentieren. Zum Beispiel Franz Schuberts Moments musicaux, die sich im Temperament jeweils unterscheiden. Ein wiegendes As-Dur, reinste Liebespoesie, wird abgelöst von einem finsteren f-Moll Stück.

Emotional geht es mit Rachmaninovs schmerzvollen Klängen weiter, die sich später in jubelnde, farbige Harmonien wandeln.

Nach einer ausgiebigen Pause folgt Ravels Le Tombeau de Couperin – "Das Grabmal Couperins" – ein Klavierstück in sechs Sätzen. Drei der Stücke, die Ravel für einen Kriegskameraden geschrieben hat, lässt Brune erklingen.

Nach zwei Sonaten von Domenico Scarlatti entführt Franz Liszt "Rhapsodie espagnole" zum Schluss auf charmante Weise in eine spanisch-folkloristische Klangwelt. Der Applaus ist groß und trotz Zugabe möchten die Gäste Leander Brune gar nicht vom Flügel weichen lassen.

Zurück zur Übersicht: Ostalbkreis

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL