Durchgekaut Heribert Andres über Werner Kuhn und sein T33

Liebe auf den ersten Blick

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Heribert Andres

Schon als Kind „heftig“ von der Eisenbahn fasziniert, hat es ihn dann beim Anblick eines schrottreifen Triebwagens, auch umgangssprachlich Schienenbus genannt, so richtig erwischt. „Es war wie Liebe auf den ersten Blick“, beschreibt Werner Kuhn, Vorsitzenderdes Härtsfeld Museumsbahnvereins (HSB), den Moment, der sein Leben veränderte. Im Laufe der vergangenen 30 Jahre wurde aus dieser Anfangsliebe die originalgetreu und streng nach Vorschrift betriebene „Härtsfeld-Museumsbahn“.

1984 war es, als er bei Amstetten vom Auto aus „unten was kleines und rot-beiges blitzen“ sah. Der über Umwegen dort gelandete Triebwagen 33 der 1972 stillgelegten Härtsfeldbahn war es, der dort auf seine Verschrottung wartete. „Als ich das Schild Heimatbahnhof Neresheim las, war es um mich geschehen“, bekennt Kuhn dazu freimütig. Auch, warum es grade die Triebwagen und nicht die sonst so beliebten Dampfloks sind, ist schnell erklärt: „Das sind die Bilder meiner Kindheit“ beschreibt Kuhn diese Zeit, als ab 1964 die schnaufenden Loks von den damals viel modernen Dieselfahrzeugen abgelöst wurden. Die Geschichte, wie der Triebwagen über Unterkochen nach Neresheim kam, wie aus einem Freundeskreis der Härtsfeld-Museumsbahnverein wurde und die Anlage auf dem Gelände der „Zentralstadion“ in Neresheim entstand, ist lang. Sie zeugt von schier unglaublicher Tatkraft, von Motivation, Zusammenhalt und dem Willen, etwas zu schaffen. Die Geschichte der Härtsfeldbahn selbst ist schon beeindruckend. Was die Museumsbahner geschaffen haben fasziniert ebenso.

Werner Kuhn, Vorsitzender des Härtsfeld Museumsbahnvereins.

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