Hingeschaut

Maibaum im Anflug

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gek

Gerhard Königer erzählt, welche Überraschungen man beim Maibaumwettbewerb erleben kann.

Es brauchte nur ein paar Telefonate und schon war die neunköpfige Jury für den Maibaumwettbewerb 2022 beisammen. Da fragt man sich als Zeitungsredakteur, der den Einsatz am 1. Mai wenigstens als Arbeitszeit bezahlt bekommt, schon: Warum tun sich die Männer das an. Ist ihnen langweilig? Haben sie keine Familie? Finden sie keine Kumpels für eine zünftige Maiwanderung? Um es kurz zu machen, sie haben Familie, Freunde und einer ist sogar in der Nacht noch beruflich im Einsatz. Sie schlafen an einem Feiertag auch gerne mal etwas länger. Und trotzdem verzichten sie und springen um halb sechs Uhr aus dem Bett, um am Maibaumwettbewerb teilzunehmen, weil ... man da immer etwas erlebt. Am Morgen nach der Walpurgisnacht ist immer für Überraschungen gesorgt. Da sind gute und schlechte Maischerze zu besichtigen, jede Menge schöne Maibäume, die sich zum Himmel strecken und auch mal welche, die soeben umgesägt wurden. So geschehen beispielsweise in Haisterhofen 2015, in Kösingen 2016, in Aalen-Reichenbach 2017. Das sind dann traurige Momente, für die geschädigten Maibaumfreunde und die Jury. Viel angenehmer ist die Überraschung, wenn man vor einem technischen Wunderwerk steht, wie vor Jahrzehnten in Rosenberg, wo der Maibaum auf einer rotierenden Unterlage montiert war und sich vor der staunenden Jury im Morgenlicht drehte. Es gab schon umhäkelte Maibäume, „Bierbäume“ mit eingearbeitetem funktionstüchtigem Zapfhahn, Maibäume mit Himmelstreppe und ein ganzes Maibaumdorf: In Rotenbach hatte man sich vor Jahren nicht mit einem Maibaum begnügt, sondern im ganzen Dorf zahllose Maien gesteckt. In manchen Gemeinden, zum Beispiel in Rosenberg, ist es am 1. Mai üblich, dass der Musikverein frühmorgens die Einwohner mit fröhlicher Blasmusik aufweckt. Was kann schöner sein! Wir sind gespannt, was uns am Sonntagmorgen erwartet. Das Ergebnis lesen Sie ab 15 Uhr auf www.schwaepo.de und www.gmuender-tagespost.de

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