Manne Arold auf Solopfaden

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Manfred "Manne" Arold in seinem Gartenhaus. HIer sind die Lieder für sein Soloalbum "Fred" entstanden. Nun sucht er für die Produktion Unterstützung über die Online-Plattform Startnext.

Der Musiker der "Stumpfes" arbeitet am Soloalbum "Fred". Was sich dahinter verbirgt und wie man ihn unterstützen kann.

Aalen

Es ist Vatertag 2020, als Manfred "Manne" Arold mit seinem Sohn Jakob auf ein paar Europaletten mitten im Wald auf Gitarre und Bass Songs spielt. Manfred Arold ist über die Grenzen des Landes hinaus mit seiner Band "Herrn Stumpfes Zieh & Zupf Kapelle" bekannt. Doch was er an diesem Tag im Mai spielt, ist etwas anderes. Es sind neue Lieder seines Projekts "Fred".

Nun, ein dreiviertel Jahr später, sitzt Arold im Obergeschoss seines Hauses, die Hand an einer Tasse Tee, eine geschälte Blutorange daneben. Erinnert sich an die Momente zurück, als sein neues Soloprojekt Form angenommen hat. "Man hat ja nichts Besseres zu tun, als kreativ zu sein", gesteht der Musiker. Denn Live-Auftritte gibt es für die Stumpfes aktuell keine. Die gewonnene Zeit habe er nach anfänglicher Schockstarre genutzt, um die Musik, die seit Langem in ihm schlummere, anzugehen. Schritt für Schritt haben sich so Fragmente aus Erinnerungen zu Texten und Musik verbunden.

Stundenweise zieht es Manne ins Gartenhäuschen. "Mein Rückzugsort", nennt er es, als er durch den Schnee im Garten auf das Holzhaus zu stapft. In dem kleinen Raum gibt es ein großes Fenster mit Blick auf die umliegende Landschaft, Bücher, Bilder und viele Instrumente. Hier sind die neuen Songs entstanden. "Vorwiegend Liebeslieder", sagt Manne, der seinen Neulingen damit eine sanfte Stimmung attestiert. Aber: "Sanft kann behäbig sein, das sind meine Lieder beileibe nicht." Während das Liedgut der Stumpfes eher extrovertiert ist, schlägt Arolds "Fred" leisere Töne an. Inzwischen ist die Planung des Neulings weit vorangeschritten. 13 Songs, zwei davon auf Englisch, hat Manne in die engere Auswahl genommen und einen Albumtitel gefunden: "Mag woher der Wind" – so soll das Debüt heißen, den Titelsong gibt es schon zu hören.

Man hat ja nichts besseres zu tun, als kreativ zu sein.

Manfred "Manne" Arold Musiker

Mithilfe einer Kampagne auf der Online-Plattform Startnext sucht der Musiker nun Menschen, die sein Projekt finanziell unterstützen – "außerdem möchte ich wissen, ob die Leute Interesse haben", sagt Arold. Zwei Finanzierungsziele hat er ausgerufen. 2500 Euro benötigt er für Studio, Mastering und Artwork, 5000 weitere für die Produktion des Albums auf CD und Vinyl sowie Musikvideos. Bereits wenige Tage nachdem die Aktion gestartet ist, ist das erste Ziel erreicht.

Doch wie lässt sich die Musik von "Fred" einordnen? "Das bewegt sich zwischen Pop und Singer- und Songwriter, wobei ich mich mit Genres schwertue", gibt Arold zu. "Unpoppige Popmusik, so könnte man es nennen", sagt er und lacht. Auch steht noch nicht final fest, wie viele Instrumente er, selbst Multiinstrumentalist, auf "Mag woher der Wind" bannen wird. Eins ist jedoch sicher: Sohn Jakob wird ihn am Bass unterstützen. Klar sei er aufgeregt, ob das Projekt Anklang finde, trotzdem habe er keine Erwartungen, so Arold. Das Album sei ein Weg, etwas von sich preiszugeben und etwas zurückzubekommen. "Ohne das Miteinander geht es nicht", sagt Arold und schließt die Tür des Gartenhäuschens.

Unterstützung: Wer möchte, kann Manfred "Manne" Arold bei seinem Projekt "Fred" auf Startnext unterstützen: www.startnext.com/fred

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