Mehr Platz und bessere Logistik im Stauferklinikum

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Landrat Dr. Joachim Bläse und die Mitglieder des Ausschusses informieren sich über den Baufortschritt am Stauferklinikum.
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Neubau mit vielen Funktionen geht ab Ende des Jahres in den Betrieb.

Schwäbisch Gmünd /Mutlangen. Um mit vorhandener Belegschaft die optimale Versorgung sichern zu können, sind effiziente Abläufe wichtig. Das sagt Klinik-Vorstand Thomas Schneider den Mitgliedern des Verwaltungsrats und des Betriebsausschusses Klinikimmobilien. Sie besichtigen gemeinsam mit Landrat Dr. Joachim Bläse den Baufortschritt am Stauferklinikum. Dort entsteht für rund 27 Millionen Euro der Neubau der Zentralen Notfallaufnahme und der Umbau der Funktionsbereiche.

Thomas Schneider erläutert die künftigen Abläufe, die sich im Neubau schon andeuten. Auf dem nördlichen Campus des Stauferklinikums steht dieser Neubau, angedockt an den Bestandsbau. In Sichtweite zum Haupteingang liegt der künftige Zugang für die Notaufnahme. Dort findet sich auch gleich der ambulante Bereich. Je nach Bedarf können im Erdgeschoss die wichtigsten Untersuchungen folgen. Die Radiologie ist angedockt. Dort wird 2022 die technische Ausstattung folgen, ein spezieller Computertomograph (CT) und ein konventionelles Röntgengerät zählen dazu. Ein nahtloser Übergang zu den Stationen im bestehenden Klinikgebäude ist vorgesehen.

Einen großen Schritt unternimmt man nach Worten von Thomas Schneider bei der Rettungswache. Die Einfahrt für die Rettungswagen liegt dem ambulanten Bereich gegenüber. Voll ins Gebäude integriert, können auch hohe Fahrzeuge einfahren, mindestens zwei Rettungswagen haben hintereinander Platz. Patienten, die dort ankommen, müssen nicht mehr über viele Umwege in die Behandlungsräume kommen. „Der Schockraum liegt unmittelbar daneben“, sagt der Klinik-Vorstand. Außerdem ein Überwachungsraum, in dem Ärzte entscheiden, wie Patienten weiter behandelt werden müssen.

Hoher Standard

Im Untergeschoss, das sich wegen des Gefälles zur Wetzgauer Straße hin fast ebenerdig öffnet, finden die Zytostase- und Reinraumlabors Platz. Es geht um die Bearbeitung von Medikamenten für die Chemotherapie. Zytostatika können in den Vermehrungszyklus der Krebszellen eingreifen und damit das Tumorwachstum hemmen. Betreiber ist eine niedergelassene Apotheke. Im großen Reinraum, für den nach Worten Schneiders „ein hoher technischer Standard erforderlich ist“, wird unter anderem auch Babynahrung zubereitet. Im westlichen Bereich des Obergeschosses liegen die ambulanten Praxisräume von Chefarzt Professor Dr. Holger Hebart. Auch onkologische Tagesklinik und Behandlungsräume sind dort untergebracht. Im östlichen Gebäudeteil ist die Gynäkologie platziert. Trotz angespannter Lage auf dem Bausektor ist man mit den Arbeiten weitgehend im Zeitplan. Die Fassade macht eine Ausnahme. Sie sollte zum Besichtigungszeitpunkt schon fertig sein, doch die Materialbeschaffung sei schwierig. Nun soll das Gewerk im August fertig werden. Realisiert ist schon ein Großteil der Ausbauarbeiten. Vor Jahresende soll die Onkologische Praxis in Betrieb gehen. Auch die Zytostase- und Reinraumlabors müssten bis dahin fertig sein. Die neue Notaufnahme startet aus heutiger Sicht im zweiten Quartal 2022.

SPD-Fraktionssprecherin Sigrid Heusel lobt das Vorhaben und die Arbeit der Beteiligten. Sie sieht in diesem Neubau einen deutlichen Fortschritt für die Menschen in der Region.

Kuno Staudenmaier

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