Mehrere Personen aus dem Ostalbkreis werden Opfer von Betrügern

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Symbolfoto

Ein Senior aus Heubach wird dermaßen unter Druck gesetzt, dass er einer Betrügerin 30.000 Euro aushändigt. 

Aalen/Heubach. Wieder einmal wurden mehrere Personen aus dem Ostalbkreis Opfer von Betrügern. In Aalen erhielten am Donnerstagmorgen nach Angaben der Polizei zwei Personen eine WhatsApp-Nachricht von einer ihnen unbekannten Telefonnummer. In dieser Nachricht wurde mitgeteilt, dass die Tochter, beziehungsweise der Sohn, ein neues Handy hätten. In beiden Nachrichten baten die vermeintlichen Kinder um die Überweisung eines vierstelligen Betrages. Ohne dies zu hinterfragen überwiesen beide Nachrichtenempfänger den Geldbetrag.

Um 30.000 Euro betrogen

Noch schlimmer traf es einen Senior aus Heubach. Dieser erhielt am Mittwoch einen Anruf einer angeblichen Rechtsanwältin. Diese teilte ihm mit, dass seine Enkelin einen Unfall verursacht habe, bei welchem eine Person tödlich verletzt wurde. Der Senior wurde so sehr unter Druck gesetzt, dass er letztendlich 30.000 Euro an die Betrüger übergab. Das Geld sollte laut der Rechtsanwältin als Kaution hinterlegt werden, damit seine Enkelin nicht in Haft käme.Im Kreuzungsbereich des Birkenwegs / Erlenstraße kam es gegen 15 Uhr zur Übergabe des Bargeldes, welches in einem gelb-braunen DIN A4-Umschlag verpackt war.Das Kuvert wurde von einer weiblichen Person, die sich als Frau Schmid ausgab, abgeholt. Die Dame war etwa 25 Jahre alt und hatte dunkle, schulterlange lockige Haare. Sie hatte eine dunkle Hautfarbe und sprach hochdeutsch ohne Dialekt. Sie trug dunkle Kleidung.Die Kriminalpolizei Waiblingen bittet Personen, die in diesem Zusammenhang verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter Tel. (07361) 5800 zu melden.

Die Polizei wiederholt eindringlich ihre Warnhinweise vor Betrügern jeglicher Art:

Seien Sie stets skeptisch, wenn Sie Anrufe von unbekannten Nummern erhalten und jemand sich als ein Familienmitglied ausgibt, dass einen Unfall verursacht hat. Die Polizei oder Staatsanwaltschaft fordert niemals telefonisch Kautionssummen oder fragt nach vorhandenen Wertgegenständen.

Geben Sie keine privaten Informationen, wie Ihre Handynummer oder Ihre Ausweisdaten bekannt. Trennen Sie solche Gespräche selbstständig und rufen Sie Ihre Angehörigen unter den Ihnen bekannten Nummern an, um sich nach deren Befinden zu erkundigen. Seien Sie auch vorsichtig, wenn Sie WhatsApp-Nachrichten von unbekannten Nummern bekommen oder sich fremde Personen an Ihrer Wohnungstüre unter einem Vorwand Zutritt verschaffen wollen.

Bitte sprechen Sie auch mit Ihren älteren Angehörigen, Nachbarn und Bekannten regelmäßig über diese und andere Betrugsmaschen. Und im Zweifel: Informieren Sie immer die Polizei über den Notruf 110!Informationen zu Betrugsmaschen aller Art finden Sie auf den Internetseiten der Polizei-Präventionsexperten.

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