Krieg in der Ukraine

Menschen flüchten aus der Ukraine: Landrat Bläse bittet Städte und Gemeinden um Wohnraum

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Der Landrat des Ostalbkreises, Dr. Joachim Bläse, bittet die Städte und Gemeinden, sich zu den Themen Wohnraum und Unterbringung der Menschen aus der Ukraine Gedanken zu machen. (Archivbild)
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Ostalbkreis gründet Task-Force für schnelle Hilfe bei Bedarf.

Aalen. Der Ostalbkreis bereitet sich auf eine unklare Anzahl von Menschen vor, die derzeit das Kriegsgebiet in der Ukraine verlassen. Darüber informierte Landrat Dr. Joachim Bläse am Samstag in einem Schreiben. Er wolle wegen "des schrecklichen Krieges keine Panik schüren", schreibt er, doch müsse man die Bevölkerung auf die Folgen vorbereiten. "Vor allem aber müssen wir wieder zeigen, dass der Ostalbkreis solidarisch und verantwortungsbewusst ist", so Landrat Bläse.

Menschen verlassen die Ukraine

Das bedeute, dass der Krieg und "das menschenverachtende und völkerrechtswidrige Verhalten Putins", so Bläse wörtlich, dazu führen werde, dass Menschen die Ukraine verlassen werden. Nach Abgaben der Vereinten Nationen sind seit dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine mehr als 120.000 Menschen aus dem Land geflohen

Noch sei vieles dazu unklar, vor allem die Anzahl und auch die Art und Weise, wie diese Menschen nach Deutschland, Baden-Württemberg und in den Ostalbkreis kommen. Auch die Reaktion anderer EU-Staaten sei noch nicht klar. "Ich auf jeden Fall rechne inzwischen mit größeren Zahlen", so Bläse.

Welchen Status erhalten die Ukrainerinnen und Ukrainer?

Entscheidend sei auch dann der Status der Menschen. Bläse zählt die Möglichkeiten auf: Gelten sie als Flüchtlinge und das offizielle Asyl-Verfahren läuft an? Oder kommen sie als EU-Einreisende mit einem 90 Tage geltenden Besucherstatus? Oder bekommen sie gar einen Sonderstatus?

Bläse plädiert für einen Sonderstatus. Die Ukrainerinnen und Ukrainer sollten seiner Ansicht nach in eine LEA-Anschlussunterbringung in Gemeinschaftsunterkünften. Mit einem Sonderstatus gehe es jedoch umso schneller um die Themen Wohnen, Arbeit/Sprache und Schule. "Eventuell benötigen wir am Anfang auch Notunterkünfte", schreibt Bläse. Er habe an diesem Samstag die Städte und Gemeinden gebeten, sich zum Thema Unterbringung und Wohnraum Gedanken zu machen. 

Ostalbkreis gründet Task-Force

Zudem habe der Landkreis eine Task-Force gegründet. Ab Montag sollen dort alle Themen zusammenlaufen und koordiniert werden, um bei Bedarf schnell handeln zu können. 

Bläse verbindet seine Information dazu mit der "großen Hoffnung", dass die Weltgemeinschaft, die Deutschen und auch der Ostalbkreis diese Herausforderung "gemeinsam schultern". 

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