Mit dem Bürgermobil zum Impftermin

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Wer einen Termin zur Corona-Impfung im Kreisimpfzentrum in Aalen vereinbaren will, kann voraussichtlich ab Montag, 18. Januar, unter der Nummer 116 117 anrufen oder die Seite www.impfterminservice.de aufrufen. Fotos/Collage: opo, Adobe Stock/ca
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Die Bürgermeister aus Bopfingen und Waldstetten wollen Seniorinnen und Senioren dabei helfen, zum Termin nach Aalen zu gelangen. 605 Menschen wurden bisher in Pflegeheimen geimpft.

Aalen/Bopfingen/Waldstetten

Das Kreisimpfzentrum in der Ulrich-Pfeifle-Halle in Aalen soll am Freitag, 22. Januar, den Betrieb aufnehmen. Über 80-Jährige gehören zur Gruppe derer, die sich dort als Erste gegen das Corona-Virus impfen lassen können. Für manche Seniorin oder manchen Senior ist es aber nicht so einfach, dorthin zu gelangen. Landrat Dr. Joachim Bläse und die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister haben sich in einer Videoschalte am Donnerstag unter anderem dazu abgestimmt.

Wie komme ich an einen Termin? Termine fürs Kreisimpfzentrum können voraussichtlich ab Montag, 18. Januar, über die Rufnummer 116 117 oder über die Internetseite www.impfterminservice.de vereinbart werden. Bürgermeister Michael Rembold möchte die Bürgerinnen und Bürger in Waldstetten damit nicht alleine lassen. Die Quartiersarbeiterin im Rathaus könne beraten, wie man zu einem Termin gelangt oder online einen Termin für jemanden buchen, der das selbst nicht kann.

Wie komme ich zum Termin nach Aalen? Das Landratsamt empfiehlt die Buslinie 31 der OVA, die im Halbstundentakt vom Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) zum Kreisimpfzentrum (KIZ) am Greutplatz fährt. "Darüber hinaus haben sich die Städte und Kommunen des Ostalbkreises darüber verständigt, in Härte- und Einzelfällen die Seniorinnen und Senioren mit Mobilitätsangeboten zu unterstützen", schreibt das Landratsamt.

Der Waldstetter Bürgermeister hat sich mit den ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern des Bürgermobils abgesprochen. "Sie haben sich sofort bereit erklärt, nach Aalen zu fahren", sagt Rembold. Auch in Bopfingen gibt es Überlegungen dazu. Bürgermeister Dr. Gunter Bühler denkt an den Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr, mit dem Seniorinnen und Senioren nach Aalen gebracht werden, wenn sie keine andere Möglichkeit haben. "Wir wollen es den Leuten so einfach wie möglich machen", sagt Bühler.

Wir unterstützen dabei, an einen Termin zu gelangen."

Michael Rembold Bürgermeister Waldstetten

Wird es dezentrale Impftermine geben? Bühler und Rembold zufolge haben Bürgermeister und Landrat am Donnerstag auch über dezentrale Impftermine gesprochen. Will heißen: Ein Impfteam richtet sich einen Tag lang in einer Halle in Bopfingen oder Waldstetten ein und impft dort Bürgerinnen und Bürger.

Mit dem aktuell verfügbaren Impfstoff, sagen Rembold und Bühler, sei das schwierig umzusetzen, weil der besonders gelagert, transportiert und aufbereitet werden müsse. Sobald der erwartete zweite Impfstoff verfügbar sei, würden dezentrale Impftermine vielleicht möglich.

Werde ich mit einem Anschreiben zum Impfen eingeladen? Rembold verweist auf das Vorgehen in Baden-Württemberg, das keine Anschreiben vorsieht. Bühler dagegen sagt: "Ich bin der Meinung, dass ein Anschreiben zu einer höheren Aktivierung führen wird." Er habe das in der Videoschalte eingebracht und man habe offen darüber diskutiert. "Aber es ist derzeit eine theoretische Diskussion, weil noch nicht genug Impfstoff verfügbar ist", fügt Bühler an.

Wie viele Menschen im Ostalbkreis wurden bereits geimpft? Die mobilen Impfteams des Zentralen Impfzentrums beim Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus führen in 24 von 52 Alten- und Pflegeheimen im Ostalbkreis Impfungen durch. "In 14 Einrichtungen im Ostalbkreis wurden bereits insgesamt 43 Impftermine fest vereinbart, sodass zeitnah über 25 Prozent der Alten- und Pflegeheime im Ostalbkreis vor Corona-Infektionen geschützt sind", zeigt sich Landrat Bläse zufrieden.

Wir wollen es den Leuten so einfach wie möglich zu machen.

Dr. Gunter Bühler Bürgermeister Bopfingen

"So konnten seit dem 31. Dezember im Ostalbkreis bereits 605 Bewohner und Beschäftigte geimpft werden. Bis 13. Januar liegt die Zahl der geimpften Personen bereits bei 939." Sobald das Kreisimpfzentrum seinen Betrieb aufnimmt, werden die mobilen Impfteams des KIZ in den weiteren 28 Alten- und Pflegeheimen Impfungen durchführen. "Die Einwilligungserklärungen zur Impfbereitschaft wurden im Vorfeld eingeholt, sodass Tourenpläne festgelegt werden können", so Landrat Bläse.

Wie weit sind die Vorbereitungen fürs Kreisimpfzentrum? Die Vorkehrungen seien weitestgehend abgeschlossen, schreibt das Landratsamt. Die im KIZ Ostalbkreis federführenden Hilfsorganisationen Malteser Hilfsdienst und die DRK-Kreisverbände Aalen und Schwäbisch Gmünd organisieren das Personal für die Impfstraßen. Die ärztliche Leitung des Kreisimpfzentrums übernehmen die Ärzte Peter Schmidt und Hariolf Zawadil der Kliniken Ostalb in Abstimmung mit den Pandemiebeauftragten der Kreisärzteschaften/Kassenärztlichen Vereinigung, Dr. Manuel Kieninger und Dr. Bertold Schuler.

Für die Registrierung im Kreisimpfzentrum wurde ein Hilfeleistungsantrag an die Bundeswehr gestellt und die Landkreisverwaltung hat die Bewilligung erhalten. "Damit stehen dem Ostalbkreis bis zu 18 Soldatinnen und Soldaten des Logistikbataillons 461 der Nibelungenkaserne Walldürn zunächst bis Ende März zur Verfügung", freut sich Bläse. Auch der Amtshilfeantrag für 40 Soldatinnen und Soldaten des Transporthubschrauberregiments 30 aus Niederstetten für den Ostalbkreis, die seit Ende Oktober zur Kontaktpersonennachverfolgung im Einsatz sind, wurde bis 26. Februar verlängert.

Wer wird zuerst geimpft?

Zu Beginn der Impfungen stehen nur begrenzte Impfstoffmengen zur Verfügung. Daher können nicht alle Menschen direkt geimpft werden. Das Bundesgesundheitsministerium hat in der Impfverordnung festgelegt, wer zuerst geimpft wird. Es gibt drei Stufen der Priorisierung, gestartet wird mit Stufe 1.

Zur Stufe 1 gehören: Personen im Alter von 80 Jahren und älter, Bewohnerinnen und Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen sowie das dortige Personal, Personal in der ambulanten Altenpflege, Personal in medizinischen Einrichtungen mit besonders hohem Ansteckungsrisiko und Personal, das in medizinischen Einrichtungen Personen behandelt, betreut oder pflegt, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht, insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin.

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