Mit Spezialprogramm und Scanner gegen falsche Papiere

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Die Verkehrskontrolle an der B29 auf Höhe Oberalfingen am Freitag war Teil des überregionalen Aktionstages der Polizei, in den auch andere Behörden wie Zoll und Landratsamt eingebunden waren.

Polizeipräsidium Aalen und Bereitschaftspolizei kontrollieren am Sicherheitstag mit über 300 Einsatzkräften unterschiedlichste Bereiche.

Polizeikontrollen am Sicherheitstag

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Polizeikontrolle bei Oberalfingen © OLIVER GIERS
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Polizeikontrolle bei Oberalfingen © OLIVER GIERS
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Polizeikontrolle bei Oberalfingen © OLIVER GIERS
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Polizeikontrolle bei Oberalfingen © OLIVER GIERS
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Polizeikontrolle bei Oberalfingen © OLIVER GIERS
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Polizeikontrolle bei Oberalfingen © OLIVER GIERS
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Polizeikontrolle bei Oberalfingen © OLIVER GIERS
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Polizeikontrolle bei Oberalfingen © OLIVER GIERS
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Polizeikontrolle bei Oberalfingen © OLIVER GIERS
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Polizeikontrolle bei Oberalfingen © OLIVER GIERS

Aalen

Der Großteil der Belegschaft des Polizeipräsidiums Aalen war am Freitag im Außeneinsatz. Großer Sicherheitstag in ganz Baden-Württemberg, in den Nachbarländern, und auch am Parkplatz der B29 auf Höhe Oberalfingen.Der Verkehr staut sich. Das macht das „Rausfischen“ einfacher. Das ist der Job von Manuel Hoffmann. Er winkt raus, wenn das Fahrzeug alt ist, ein ausländisches Kennzeichen hat, ihm die Ladungssicherheit überprüfenswert erscheint oder „das Auto nicht so recht zum Fahrer passt“.

Hinten auf dem Parkplatz warten vier zweiköpfige Teams. Sie kontrollieren, ob Alkohol oder Drogen im Spiel sind, der Fahrer eine gültige Fahrerlaubnis hat, ob Diebesgut transportiert, gegen das Aufenthaltsrecht oder die Coronaverordung verstoßen wird.

Mit „Allgemeine Verkehrskontrolle, Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte“, geht es fünf Stunden lang von Kontrolle zu Kontrolle. Gleich zu Beginn wird es interessant. Marco Steeb und Konstantin Schwarz überprüfen einen blauen Transporter, der ein „Bussle“ auf dem Hänger hat.

Zwischen Schutzblech und Reifen passt kein Stift mehr. „Wenn Sie da ein Mal über den Bordstein fahren und die Federung runterdrückt, reißt Ihnen das Blech den Reifen auf“, weist Steeb den Fahrer auf das Problem hin. Kollege Schwarz zeigt, warum das Auto auf dem Hänger ungenügend gesichert ist. Und rechnet vor, warum der Hänger mit 800 Kilo überladen ist. So darf der Fahrer nicht mehr weiter.

Die Kollegen lassen derweil einen Senior mit Göppinger Kennzeichen ins Röhrchen pusten. Alles gut. 0,0 Atemalkoholkonzentration. Der Mann darf weiter.

Im Zelt, aufgestellt vom THW, sind mit Decken abgetrennte Bereiche. Bei Verdacht auf Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz können hier Urinproben abgegeben werden. Ist eine positiv, kommt der Bluttest.

Eine schwarze Mercedes S-Klasse aus Leipzig ist der nächste Kandidat, die Familie darin dann aber unauffällig. Bei einem VW aus Litauen checkt Kriminalhauptkommissar Schoch, der in einem Bus am Rechner sitzt, die Papiere mit UV-Licht-Scanner und Spezialprogramm. Bei Auffälligkeiten kommt der Ausweis ins Labor. „Wenn nur vage die Möglichkeit besteht, dass etwas falsch sein könnte, dann prüfen wir, damit uns da nichts „nausgeht“.“

Kurz darauf gibt es tatsächlich eine Auffälligkeit: Der Fahrer, Serbe, nicht angeschnallt, hat einen slowakischen Pass, darf sich in der EU bewegen, aber nicht arbeiten. Er ist aber mit dem Fahrzeug eines Unternehmens unterwegs. Steeb: „Da könnte ein ausländerrechtlicher Verstoß vorliegen.“

Mündliche Verwarnung

Ein Würzburger Paar bekommt von Einsatzleiter Marcel Abt eine freundliche, mündliche Verwarnung, weil die Fahrzeugpapiere nur in Kopie und nicht im Original vorliegen. Die Tonpfeife, die ihm der lustige Bayer fürs Revier schenken will, darf Abt nicht annehmen. Mit Kollege Schwarz diskutiert ein Fahrer eines kleinen Lastwagens. Dass er gefragt wird, woher er kommt und wohin er will, passt ihm nicht. Christian Remler muss einem Italiener mit wenig Deutschkenntnissen entlocken, warum er unterwegs ist. Etwas abseits steht ein Beamter mit Maschinengewehr und hat ein wachsames Auge auf das Geschehen, hat an diesem Tag aber zum Glück keinen Einsatz.

  • Beim Sicherheitstag hat das Polizeipräsidium Aalen ganz unterschiedliche Bereiche kontrolliert. „In Waiblingen und Fellbach haben wir uns auf den ÖPNV konzentriert“, erklärte Polizeidirektor Andreas Tellbach. In Schorndorf ging es um Gewalt gegen Polizeibeamte, in Schwäbisch Gmünd gab es Testkäufe unter dem Titel „Jugendschutzkontrolle“ oder in Kirchberg an der Autobahn um den Transport gewerbliche Gütern und Personen, Beispiel Flixbusse. Zehn Reviere hatten sich beteiligt, jedes davon eine spezielle Kontrollaktion gestartet, um zielgerichtet Straftaten und Sicherheitsstörungen im öffentlichen Raum zu reduzieren. 270 Kräfte des Polizeipräsidiums Aalen, 40 der Bereitschaftspolizei, zusätzlich Sicherheitspartner von THW, Zoll und Landratsämtern waren im Einsatz. Dieser dauerte von 5 Uhr morgens bis Mitternacht.
Die Verkehrskontrolle an der B29 auf Höhe Oberalfingen am Freitag war Teil des überregionalen Aktionstages der Polizei, in den auch andere Behörden wie Zoll und Landratsamt eingebunden waren.

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