Mobilität in Ostwürttemberg neu denken

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Landrat Klaus Pavel legt ein Zwölf-Punkte-Papier zur Diskussion im Kreistag vor.

Aalen. Der Lebens- und Wirtschaftsraum zwischen Aalen und Heidenheim hat in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Dynamik entwickelt. Die Verkehrsinfrastruktur ist durch das starke Pendleraufkommen an der Belastungsgrenze. Deshalb war für März dieses Jahres ein Mobilitätskongress geplant. Teilnehmen sollten unter anderem Vertreter des Ostalbkreises, des Landkreises Heidenheim sowie der Städte Aalen, Heidenheim, Oberkochen und der Gemeinde Königsbronn.

Die Corona-Pandemie hat dem einen Strich durch die Rechnung gemacht. Eine vergleichbare Auftaktveranstaltung sei frühestens im Frühjahr 2021 möglich, sagte Landrat Klaus Pavel jetzt im Kreistagsausschuss für Umweltschutz und Kreisentwicklung. Man könne die Zeit bis dahin aber nicht tatenlos verstreichen lassen. "Die Zeit ist reif, Mobilität neu und modellhaft zu denken", sagte er. Deshalb habe er aus den Zielvorgaben für den angedachten Mobilitätskongress ein zwölf Punkte umfassendes Positionspapier erarbeitet. Mit diesem soll sich der Kreistag in seiner Sitzung am 26. Mai befassen.

Darum geht es unter anderem in dem Papier:

Der Mobilitätsraum Aalen - Heidenheim soll sich auch zu einem Umweltverbund entwickeln und organisieren.

Der Öffentlichen Personennahverkehr sowie der Schienenpersonennahverkehr sollen ausgebaut, die bestehenden Verkehrsverbünde und Tarifstrukturen Ostalb und Heidenheim vernetzt sowie Schnittstellen beseitigt werden.

Die Lage der B19, insbesondere zwischen Oberkochen und Königsbronn, sei hinsichtlich wirtschaftlicher Entwicklungspotenziale zu überprüfen.

Die Brenzbahn müsse zumindest teilweise zweigleisig und elektrifiziert werden.

Ziel soll eine durchgängige, sichere und ganzjährig nutzbare Fahrradverbindung sein.

Modelle für autonomes Fahren im Individualverkehr, im ÖPNV und SPNV sollten entwickelt werden.

Ein zusätzlicher Bahnhaltepunkt zwischen Oberkochen und Königsbronn sei anzustreben, um die hohe Zahl der Berufspendler aufnehmen zu können.

Eine ergebnisoffene Prüfung einer zusätzlichen ortsdurchfahrtsfreien Straßenverbindung zwischen B19 (Oberkochen-Königsbronn) zur A7 sei zeitnah zu beauftragen.

Ein Zukunftskonzept - so ganz ohne Denkverbote - soll ganz neue Wege gehen. Etwa eine schnelle Seilbahnverbindung zwischen Aalen und Heidenheim sei eine Option.

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