Mobilitätspakt: Wie der Stand bei den Maßnahmen ist

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brenzbahn

Der Koordinierungskreis Aalen - Heidenheim trägtdie  Ergebnisse der sechs Arbeitsgruppen zusammen und kann erste Erfolge vorweisen.

Aalen/Heidenheim

Zufrieden mit den Resultaten sind die Beteiligten der dritten gemeinsame Sitzung des Koordinierungskreises im Mobilitätspakt Aalen-Heidenheim. Es ging darum, darzulegen, wie weit Projekte in den sechs thematischen Arbeitsgruppen gediehen sind.  

Dank zahlreicher Ideen und Vorschläge aus der Bürgerschaft und der Expertise der Beteiligten seien 42 Maßnahmen erarbeitet und im Sommer 2021 beschlossen worden. Diese würden nun sukzessive umgesetzt, hieß es.

Berichtet wurde von der Umsetzung von Maßnahmen des RadNetz BW, die die stark frequentierte Radwegachse Aalen - Heidenheim sicherer und komfortabler machen sollen. Parallel dazu wird die Umsetzung einer schnellen, durchgängigen Radwegeverbindung entlang der B 19 zwischen Aalen und Heidenheim vorangetrieben. Der Ostalbkreis nimmt sich in Kooperation mit dem Landkreis Heidenheim eine Potenzialuntersuchung vor. Gibt es auf der Achse über 2000 Radfahrende pro Tag, könnten sich vertiefende Untersuchungen anschließen.

Zur Stärkung der Mobilitätskultur haben Ostalbkreis, Landkreis Heidenheim und die Stadt Aalen eine Förderung als „RadKultur-Kommune“ des Landes erhalten. Der Mobilitätspakt will künftig auch Maßnahmen des Fußverkehrs stärker in den Fokus nehmen. Die Online-Mitfahrplattform „Pendla“ - im Internet unter www.ostalbkreis.pendla.com zu finden - hat der Ostalbkreis eingeführt. Hier könnten sich Pendler mit ähnlichen Arbeitswegen unkompliziert abstimmen und Fahrgemeinschaften bilden. Auch der Landkreis Heidenheim wolle die „Pendla-App“ einführen.

Weiter wurde bei dem Treffen des Korrdinierungskreises über die Umsetzung des Pilotprojektes der Öffnung des Zeiss-Werksbusses berichtet. Zeiss habe die Nutzung seiner Werksbusse auch für Mitarbeitende anderer Firmen kostenfrei ermöglicht und das Angebot bis Ende Juni 2022 verlängert.

Fortschritte kann auch die Arbeitsgruppe ÖPNV unter Vorsitz von Landrat Dr. Joachim Bläse verzeichnen: Zur Steigerung der Attraktivität und der Fahrgastzahlen des ÖPNV werden aktuell etliche Maßnahmen, insbesondere im Bereich von Bahnhöfen und Bushaltestellen umgesetzt. Auch im Bereich Schieneninfrastruktur berichtete die Arbeitsgruppe unter Vorsitz des Heidenheimer Landrats Peter Polta von Fortschritten bei den langfristigen Planungen zum Angebots- und Infrastrukturausbau der Brenzbahn.

Das Regierungspräsidium Stuttgart vermeldete, dass neben der Planung der Anschlussstelle Oberkochen-Süd bereits die kommunenübergreifende Verkehrsuntersuchung, die als Basis für weitere verkehrsträgerübergreifende Szenarien dienen soll, beauftragt werden. Es wurde der Beschluss gefasst, die Aufstiegstrasse als Verbindung zwischen A 7 und B 19 im Zuge einer Beteiligung der Öffentlichkeit in den Fokus zu nehmen.

Von neuen Wegen berichtete die Arbeitsgruppe Vernetzung und Innovation. So lässt der Regionalverband Ostwürttemberg in zwei Studien innovative Mobilitätsansätze untersuchen. Zum einen werden mögliche Potentiale einer Seilbahnlösung analysiert, wobei erfolgversprechende Seilbahn-Korridore in der Region identifiziert und qualitativ bewertet werden. Eine zweite Studie untersuche die Herausforderungen und Anforderungen für den Güterverkehr in der Region und die Möglichkeiten für die Umsetzung regionaler Logistikkonzepte. Noch im Laufe des Frühsommer 2022 werden die Ergebnisse der Untersuchungen mit konkreten Handlungsempfehlungen erwartet.

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