Musik und Theater gegen Prostitution

Performance „Galateas“ im Kulturbahnhof Aalen soll über Menschenhandel aufklären.

Aalen. Drei Jahre Ostalb-Bündnis gegen Menschenhandel und (Zwangs-)Prostitution. Aus diesem Anlass laden das Bündnis, in Kooperation mit SOLWODI Baden-Württemberg, dem Theater der Stadt Aalen und der Chancengleichheitsbeauftragten der Stadt Aalen ein, am Mittwoch, 6. Oktober, um 18 Uhr zur Musiktheater-Performance „Galateas“ im Kulturbahnhof Aalen.

Im Anschluss sprechen Manfred Paulus Erster Kriminalhauptkommissar a.D. aus Ulm und Marie Merklinger, Überlebende der Prostitution, über den Alltag der Frauen in der Prostitution in Deutschland.

Am 5. Oktober, dem Internationalen Tag gegen Prostitution im Jahr 2018, haben sich engagierte Bürgerinnen, Bürger, Institutionen, Vereine und Unternehmen auf der Ostalb zusammengeschlossen, um ein klares Zeichen gegen den Handel mit Menschen zum Zweck der sexuellen Ausbeutung zu setzen. Gründungsmütter und -väter waren der Landkreis, die Kreisstädte Aalen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd, die Clubs der Soroptimistinnen der Kreisstädte und das Kloster der Franziskanerinnen in Schwäbisch Gmünd. Die Menschenrechtsorganisation SOLWODI BW hat die Geschäftsstelle des Ostalb-Bündnis übernommen.

Die Musiktheater-Performance „Galateas“ von Justyna Koeke und Teresa Grebtschenko thematisiert die Ausbeutung von Frauen in der Prostitution.

Interdisziplinär wird anhand von Musik, Gesang, Tanz und Bildhauerei die Entpersonifizierung der Frauen dargestellt: Gewalt und Prostitution machen die Frauen zu Objekten. Die Performance befasst sich mit dem Ausstieg aus diesen Strukturen.

Die Veranstaltung soll für ein tabuisiertes Thema – die Ausbeutung von Menschen in der Prostitution sensibilisieren. Es soll ein öffentliches Bewusstsein für ein von Gewalt geprägtes Lebens- und Arbeitsumfeld geschaffen werden.

Der Eintritt ist kostenlos, um Spenden wird gebeten. Bitte Voranmeldung unter: info@ostalb-buendnis.de oder Tel. (07361) 8125991.

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