Narren brennen für einen Neustart

+
Wie wird die Faschingssaison 2021/2022 aussehen?
  • schließen

Der Landesverband württembergischer Karnevalsvereine (LWK) hält seine Herbstversammlung im Weststadt-Zentrum ab. Manfred Merz wird geehrt. Narren wollen wieder los legen.

Aalen-Hofherrnweiler. Die Pandemie hat uns stark beeinträchtigt.“ Dieser Satz zog sich wie ein roter Faden durch die Herbstversammlung des Brauchtumsausschusses. Rund 150 Aktive aus dem Einzugsgebiet des Landesverbands württembergischer Karnevalsvereine, kurz LWK, waren in die Weststadt gekommen. Gleich zu Beginn gab es ein ganz dickes Lob von dem Vorsitzenden Peter Bauer von den Röhlinger Sechta-Narren für die AFZ als Ausrichter.

Das rät der Präsident: AFZ-Präsident Timo Rieg hieß die Gäste willkommen. 259 Tage seien seit der vergangenen Veranstaltung vergangen. „Keine Veranstaltung, kein Publikum, das hat uns alle schwer getroffen“, sagte Rieg.

LWK-Präsident Jürgen Heugel würdigte die Arbeit des Brauchtumsausschusses. „Es herrschen aber auch Aufbruchsstimmung und Hoffnung, dass man in der nächsten Kampagne einen Neustart in Angriff nehmen kann“, sagte er. Den LWK-Zünften legte er nahe, sich konkret mit den jeweiligen Ordnungsämtern in Verbindung zu setzen. Der Landesverband werde in den nächsten zwei Wochen eine Rundmail mit Verhaltenstipps versenden.

Es sei schon eine Erlösung, dass man jetzt über eine Reform der Faschingsveranstaltungen nachdenken könne, meinte Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann. Darüber freue man sich auch im östlichsten Randgebiet des LWK mit seinen Narrenhochburgen, der Aalener Fastnachtszunft, den Fachsenfelder Naschkatza und den Unterkochener Bärafangern.

Eine Ehrung: Peter Bauer als Vorsitzender des Brauchtumsausschusses und LWK-Präsident Jürgen Heugel ernannten Manfred „Mosche“ Merz von der Narrenzunft Neuhausen zum Ehrenbrauchtumer.

Merz war 32 Jahre lang Brauchtrumsrat und langjähriger Vorsitzender. „Mosche“ sei ein „Narr mit Leib und Seele“. Von 2015 bis 2018 fungierte er als Zunftmeister der Narrenzunft Neuhausen.

Narren und Pandemie

Peter Bauer würdigte in seinem Geschäftsbericht die Kreativität der Brauchtumer in einer doch recht stillen Fasnetsaison. Man habe Präsenz gezeigt in Dörfern und Städten und das getan, was möglich war. Man habe die Zeit auch zum Innehalten genutzt, um über den Wert der Bräuche nachzudenken. Bauer appellierte, auch zukünftig neben den Besuchen von Umzügen den Brauch in den Heimatorten intensiv zu leben.

Viele Vorschläge sind bei einer Online-Umfrage kreiert worden, die den Aktiven in einem sehenswerten Video-Clip präsentiert wurden. Ein Sonderlob zollte Bauer den Vereinen, die nachdrücklich zum Ausdruck gebracht hatten: „Wir sind da, trotz Pandemie.“

Der LWK steht für mehr als 59 000 Menschen, die in 141 Mitgliedsvereinen organisiert sind.

Zurück zur Übersicht: Ostalbkreis

WEITERE ARTIKEL

Kommentare