Flächenverbrauch in Gmünd

Neue Jobs und Klimaschutz in Einklang bringen

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Flächenverbrauch in Schwäbisch Gmünd.

Flächenverbrauch wird Gmünds wichtigstes Thema. Im Herbst, weil dann eine Entscheidung über das Gewerbegebiet Aspen anstehen dürfte. In den kommenden Jahren, weil Antworten auf den Klimawandel immer dringender werden. Dies sieht auch Oberbürgermeister Richard Arnold so. Im GT-Gespräch wies er darauf hin, dass die Stadt mit zwei Firmen der Brennstoffzellen- und Batteriezellentechnologie im Gespräch ist. Kommen solche Firmen, brauchen sie Flächen. Arnold will dabei entstehende Konflikte offen mit den Bürgern diskutieren. Der Arbeitskreis Naturschutz Ostwürttemberg ANO hat sich schon zu Wort gemeldet. Er kritisiert, dass Gmünd bis 2035 weitere 262 Hektar versiegeln will. Und fordert, die Stadt solle nach der Absage von Daimler und Volvo auf Aspen verzichten. Die Naturschützer machen es sich hier zu einfach. Bei Bosch AS werden bis 2026 weitere 1500 Jobs weg sein. Stadt und Umland brauchen neue Arbeitsplätze.
Der Mittelweg ist der Weg. Lebensmittelmärkte müssen künftig mehrgeschossig gebaut werden. Gewerbebrachen müssen genutzt werden. Firmen müssen innovativer bauen. Weledas neues Logistikzentrum mit Geothermie, Photovoltaik und nur 20 Prozent Bebauung der erworbenen Fläche ist Vorbild. Firmen müssen Ausgleich für bebaute Flächen schaffen. Die Stadt muss dies kontrollieren. Und, ja, mehr Einwohner bringen mehr Geld. Sie kosten aber auch: Straßen, Schulen, Kindergärten. Die Stadt muss Einnahmen und Ausgaben gegenrechnen. Für eine sinnvolle Einwohnerpolitik. Solche Themen müssen sorgfältig diskutiert werden. Und offen. Bürger und Stadträte dürfen den Oberbürgermeister dabei beim Wort nehmen.

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