Neues im Fall des toten Kindes

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Ein kleiner Junge starb nach einer Misshandlung.
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Jugendamt Schwäbisch Hall hatte Jugendhilfe angeordnet, die Polizei die Wohnung 2020 durchsucht.

Bopfingen.Neuigkeiten gibt es im Fall um den zu Tode gequälten 23 Monate alten Jungen. Offenbar ist die betroffene Familie im November des vergangenen Jahres mit drei Kindern in einen Bopfinger Teilort gezogen, damals noch mit einem anderen Lebensgefährten, als dem 32-Jährigen, der als Beschuldigter in Untersuchungshaft sitzt.

Es gab eine Vorgeschichte, dem Jugendamt Schwäbisch Hall war die Familie bekannt und auch, dass die Familie Hilfe und Unterstützung braucht. Daher war auf Anordnung der Behörde in Schwäbisch Hall eine sozialpädagogische Jugendhilfe eingesetzt worden.

Wer die Betreuung geleistet hat und weshalb dabei keine Anzeichen für eine Misshandlung entdeckt wurden, auf diese Fragen hat das Jugendamt Schwäbisch Hall der SchwäPo bislang nicht geantwortet.

Die zuständigen Stellen in Bopfingen jedenfalls wurden nicht darüber informiert, dass hier nun eine Familie lebt, die womöglich besondere Hilfe oder Aufmerksamkeit benötigt.

Bereits im vergangenen Jahr, so berichten Quellen der Schwäbischen Post, habe es bei der Familie eine polizeiliche Hausdurchsuchung gegeben. Es stand angeblich der Verdacht Kinderpornografie im Raum. Polizeipressesprecher Kriminalhauptkommissar Bernd Märkle sagt hierzu: „Wir können tatsächlich einen polizeilichen Einsatz Ende des Jahres 2020 an der Wohnadresse bestätigen. Dabei handelte es sich um ein Ermittlungsverfahren der Polizei aus Bayern, welches sich allerdings nicht gegen den jetzt tatverdächtigen 32-Jährigen, sondern gegen eine andere, damals dort wohnhafte Person gerichtet hat.“ Den Verdacht Kinderpornografie könne er aktuell weder bestätigen, noch dementieren.

In Bopfingen sei die Familie nicht weiter auffällig gewesen, heißt es aus Bopfinger Quellen. Ein Mädchen habe sporadisch den Kindergarten, der ältere Bruder die Werkrealschule besucht. Die Kinder seien inzwischen bei Pflegefamilien untergekommen.

Auffällig geworden sei aber der 32-Jährige Lebensgefährte. Er habe eines der Kinder einmal auf dem Spielplatz als „Missgeburt´“ beschimpft und es barsch am Arm davongezogen. Als eine Mutter ihn zur Rede stellte, habe er sie bedroht, hat die SchwäPo weiter erfahren.

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