Jahresrückblick April 2021

OB-Wahl in Aalen: Inge Birkhold tritt nicht an

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Inge Birkhold Archivfoto: opo
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Im April sagt die 53-Jährige, damals noch CDU-Stadträtin, ab. Das hat einige Folgen.

Aalen. Die Gerüchteküche in Aalen brodelte im Frühjahr: Macht sie's? Oder macht sie's nicht? Anfang März hatte sie gesagt, dass sie große Lust hätte, bei der OB-Wahl in Aalen anzutreten. Am Donnerstag, 8. April, hat Inge Birkhold dann abgesagt. „Nach reiflicher Überlegung bin ich zum Entschluss gekommen, nicht als Oberbürgermeisterin zu kandidieren“, sagte die 53-Jährige, damals noch CDU-Stadträtin, der SchwäPo. Sie habe ihre Gründe, aber die Gründe möchte sie nicht breit in der Öffentlichkeit darlegen. Inge Birkhold sagte nur so viel: „Es gibt gewisse einflussreiche Kreise in Aalen, die nicht möchten, dass ich kandidiere.“ Wer genau das ist, erzählte sie nicht. Denn sie stehe für einen anderen Politikstil. „Ich möchte keine schmutzige Wäsche waschen“, sagt sie.

Natürlich brachte das die Gerüchteküche nicht zum Schweigen. Im Gegenteil. Dass es sich bei den „einflussreichen Kreisen“ um Aalener Industrielle handelt, machte die Runde. Auch einflussreiche Parteifreunde standen im Verdacht, gegen ihre Kandidatur zu sein oder sie nicht zu unterstützen. Kurz nach der Absage trat Manfred Traub, der als Unterstützer Inge Birkholds Kandidatur galt, aus der CDU-Fraktion aus. Inge Birkhold wartete bis nach der OB-Wahl und trat dann aus. Beide bilden nun im Gemeinderat eine sogenannte Zählgemeinschaft. Die CDU-Fraktion ist damit nicht mehr die stärkste Fraktion, sondern die Grünen.

Bei der OB-Wahl am 4. Juli gewann SPD-Kandidat Frederick Brütting im ersten Wahlgang mit 71,21 Prozent. Catherine Rommel, die Kandidatin, die die CDU anstelle von Inge Birkhold unterstützte, erreichte nur 20,08 Prozent.

Anschließend geriet auch CDU-Fraktionsvorsitzender und Stadtverbandsvorsitzender Thomas Wagenblast unter Druck. Er stellte die Vertrauensfrage. Fraktion und Stadtverband sprachen ihm im Juli das Vertrauen aus. Außerdem haben sich alle verbliebenen Mitglieder dazu bekannt, die Fraktion nicht zu verlassen.

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