Ortsumfahrungen, Radwege und Hochwasser

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Die Grünen fordern eine Machbarkeitsstudie für schnelle Radwege im Ostalbkreis und drumherum. Archivfoto: opo
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Der Ausschuss für Umweltschutz- und Kreisentwicklung hat sich mit dem Haushalt 2022 befasst.

Aalen. 38 der insgesamt 93 Haushaltsanträge sind aus dem Ausschuss für Umweltschutz- und Kreisentwicklung eingegangen. „Das zeigt, wie wichtig dieser Ausschuss ist“, eröffnete Landrat Dr. Joachim Bläse die Sitzung des Ausschusses.

Die Vorbereitungen auf Katastrophen, insbesondere die Einlagerung und Bevorratung von Hilfsmitteln für Katastrophenschutz sollen im ersten Quartal 2022 beraten werden. Laut Bläse sind Dezernent Thomas Wagenblast und Kreisbrandmeister Otto Feil in der Vorberatung.

Wegen Vereinbarungen des Landes mit Ellwangen und Unterschneidheim zur Planung der Ortsumfahrung im Zuge der L 1060 sei das Landratsamt im Gespräch mit dem Regierungspräsidium, sagte Kreiskämmerer Karl Kurz. Rainaus Schultes Christoph Konle sprach von einem „dringenden Anliegen“, das noch vor der Landtagswahl angegangen werden müsse. Auch seine Bürgermeisterkollegen Joas und Dambacher bäten um Einleitung des Verfahrens. Es gäbe ja bereits einen einstimmigen Kreistagsbeschluss, erinnerte der Landrat. Wegen der L 1060 müsse kein zusätzlicher Klimavorbehalt geprüft werden. „B29, L1066 und die B466 werden entflochten“, fügte Bläse hinzu. Alle Teilplanungen müssten fortgeschrieben und zeitnah begonnen werden.

Ortsumfahrungen seien nötig, weil die innerörtlichen Belastungen sehr groß seien, sagte Dr. Susanne Garreis (Grüne). Ein Gesamtkonzept für den öffentlichen Raum müsse her, das für den östlichen Ostalbkreis die B29, die L 1060 und die B 466 umfasse. Herbert Witzany (Freie) verwies auf „Wechselwirkungen zwischen L 1060 und B 29“ und plädierte für Ortsumfahrungen.

Die Grünen fordern Machbarkeitsstudien für schnelle Radwege auf den für Pendler wichtigen Achsen Aalen-Heidenheim, Aalen-Gmünd und ab Rosenberg entlang der L 1060 bis Bopfingen. Diese Maßnahme werde im Rahmen des Mobilitätspakts erfasst, so Dezernent Kurz. Landrat Dr. Bläse sagte, dass alle Mobilitätsformen einbezogen werden.

Ein weiteres Thema war der Hochwasserschutz, den für die AfD Andreas Wörner ansprach. Es müsse eine Konkretisierung der nötigen Maßnahmen, auch für die Notfallversorgung, geben. Die Verwaltung setzt die Beratung hierzu fürs erste Quartal 2022 auf die Agenda. Mario Capezzuto (SPD) verwies darauf, dass „schon viel investiert wurde“. Als Beispiel nannte er acht Millionen Euro für den Rems-Hochwasser-Schutz in Lorch. Der Oberlauf der Rems sei noch nicht abgesichert, antwortete Andreas Wörner.

Lothar Schell

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