Ostalbkreis führt Liste der Corona-Todesfälle im Land an

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Corona im Ostalbkreis
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In den vergangenen drei Tagen sind insgesamt zwölf Menschen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorben. So ordnen die Kliniken die Situation ein.

Aalen. In den vergangenen drei Tagen zeichnet sich eine traurige Entwicklung ab: Insgesamt zwölf Personen sind in den vergangenen drei Tagen im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Ostalbkreis gestorben. Die Kliniken im Kreis sprechen von einer Momentaufnahme. 

Allein an diesem Donnerstag sind es sechs neue Corona-Todesfälle, die das Land für den Ostalbkreis erfasst hat. Am Mittwoch waren es fünf, am Dienstag starb eine Person im Zusammenhang mit dem Virus. Damit ist es der Kreis, der jüngst die meisten Todesfälle im Land verzeichnen musste. Aber Ralf Mergenthaler, Sprecher der Kliniken im Ostalbkreis, warnt von Spekulationen über die Entwicklung und betont: „Wir sehen aktuell in den Kliniken Ostalb keine Auffälligkeit oder Häufung und gehen hier von einer Momentaufnahme aus.“

Ostalbkreis unter den zehn Landkreisen mit den


Blickt man auf die absoluten Zahlen in Baden-Württemberg, ist auch hier der Ostalbkreis unter den zehn Landkreisen mit den meisten Todesfällen. Diese Zahlen müsse man jedoch in Relation setzen, erläutert Mergenthaler: „Da der Ostalbkreis zu den größeren Landkreisen in Baden-Württemberg zählt, gibt es hier anteilig natürlich auch mehr Todesfälle.“ Bei der Letalitätsrate befinde sich der Ostalbkreis mit einem Wert von 2,55 Prozent im Mittelfeld.

Beim Alter der Menschen, die verstorben sind, zeichnen sich derweil Änderungen infolge der Impfungen ab. „Das Durchschnittsalter der Covid-19-Patienten, die in den Kliniken Ostalb stationär behandelt oder sogar auf der Intensivstation versorgt werden müssen, ist gesunken“, berichtet Ralf Mergenthaler. Denn die ältesten Bürgerinnen und Bürger seien mittlerweile größtenteils geimpft. 

Dennoch sind noch immer hauptsächlich ältere Menschen von einem schweren Infektionsverlauf betroffen. „Die im Mai in den Kliniken Ostalb verstorbenen Patienten bewegten sich im Altersbereich von 50 bis 95 Jahren“, sagt Mergenthaler. Der überwiegende Anteil liege bei den Patienten über 80. 

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