Parken erst Ende 2023 wieder uneingeschränkt möglich

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Ein Foto aus vergangenen Tagen. Geparkt werden muss anderswo, denn die Tiefgarage am Landratsamt bleibt wegen der Sanierungsarbeiten noch bis Dezember 2023 geschlossen. Archivfoto: opo
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Die Sanierung der Tiefgarage an Aalens Landratsamt dauert vier Monate länger als geplant, liegt aber weiterhin im Kostenrahmen. Insgesamt rund sechs Millionen Euro werden investiert.

Aalen

Die Sanierung der Tiefgarage des Landratsamtes in Aalen dauert länger. Die Bauarbeiten laufen bereits seit Mai 2022. Im August 2023 sollte alles fertig sein, nun wird es wohl Dezember 2023 werden. Es müssen nämlich weitere Arbeiten zur Schadstoffsanierung erledigt werden. Die „Nachtragsleistung“ hat der Kreistag am Dienstagabend einstimmig an das bereits beauftragte Unternehmen Bautec (Sülzfeld) zum Preis von 215.000 Euro vergeben.

Ende Juni 2022 hatte der Kreistag dem Sanierungskonzept für die Tiefgarage zugestimmt. Auf Grundlage der Planung des Ingenieurbüros Muhsau Kindl (Biberach an der Riß) und der Kostenschätzung über knapp sechs Millionen Euro für die Gesamtmaßnahme wurde die Baufreigabe erteilt und ausgeschrieben.

Die Arbeiten zur „Betonwerksinstandsetzung“ hat der Kreistag bereits im März 2022 vergeben. Im Anschluss an das Hauptgewerk wurden drei Nebengewerke (Elektro-, Lüftungs- und Sanitärarbeiten) ausgeschrieben und vergeben. Im September 2022 wurde die Firma Bautec mit der Entfernung von asbesthaltigen Abstandshaltern in der Deckenbewehrung zum Preis von rund 400.000 Euro beauftragt. Bautec erledigt diese Schadstoffsanierung seit Mitte Oktober 2022.

Die ursprüngliche Asbestsanierung sah aber vor, dass nur die Abstandshalter entfernt werden, die sich in Bereichen von Risssanierungen in den Decken befinden. An Deckenbereichen, an denen Leuchten und Lüftungskanälen befestigt sind, sollten die jeweils beauftragten Installationsbetriebe, unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen, die Befestigungsarbeiten ausführen. Die Rückmeldung der beauftragten Unternehmen habe jedoch gezeigt, dass dies technisch aufwendig und unwirtschaftlich wäre, da jeder einzelne Installationsbetrieb über Sonderzulassungen und Zertifizierungen verfügen müsste.

Daher haben sich das Ingenieurbüro Muhsau Kindl und die Verwaltung für eine flächige Sanierung der Abstandshalter im Bereich der Installationstrassen ausgesprochen und einen Nachtrag des Schadstoffsanierers Bautec abgefragt. Vorteil dabei sei, dass die Schadstoffe fachgerecht entfernt würden und die Folgegewerke ohne zusätzliche Auflagen und zu erwartende Mehrkosten die Installations- und Montagearbeiten der Leuchten und Lüftungskanäle erledigen könnten, argumentiert die Kreisverwaltung.

Bautec hat das Nachtragsangebot auf Grundlage der Mehrmengen erarbeitet, das Ingenieurbüro Muhsau Kindl hat es geprüft. Das Nachtragsangebot beläuft sich auf 215.000 Euro.

Bautec wird nun die Arbeiten bis Mitte Februar 2023 ausführen, so dass die mit der eigentlichen Betonwerksinstandsetzung beauftragte Firma Geiger wohl erst ab März 2023 mit der Sanierung fortfahren kann. Die Gesamtfertigstellung verzögert sich dadurch um rund vier Monate auf nun Dezember 2023.

Die Sanierung der Tiefgarage wird am Ende komplett rund sechs Millionen Euro kosten. Zumindest bei den Kosten liegt die aber Verwaltung im Plan.

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