Per Riesenumweg in die Stauferklinik

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Auf dem Luftbild ist das inzwischen fertiggestellte Seniorenzentrum gut zu erkennen. Ein Umfrageteilnehmender hat sich auch gewünscht, dass der Rewe, den Leinzell auf der Wiese am rechten unteren Bildrand bauen will, endlich kommen solle.
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Auf was die Gögginger Bürgerinnen und Bürger mit Kommentaren alles hingewiesen haben und mit welchen Vorschlägen sie die Attraktivität des Orts steigern wollen.

Göggingen. Alles gut“, schreibt ein Umfrageteilnehmer als Anmerkung. „Eigentlich zufrieden“ sind auch andere - was nicht bedeutet, dass die Göggingerinnen und Gögginger keine Anregungen hätten, wie die Attraktivität des Lebens in der Gemeinde gesteigert werden könnte.

Ganz oben stehen die Kinder und Jugendlichen: „Schade, dass das Thema Ganztagsbetreuung in Kita/Kindi und Grundschule nicht aktiv vorangetrieben wird“, bedauert nicht nur eine(r) der Befragten. Auch „mehr Interesse an Kindern und Jugendlichen“ wird angemahnt. Ganz konkret formuliert es eine andere Anregung: „Göggingen ist ein kinderreiches Dorf“, wird da festgestellt, „deshalb bitte mehr Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche wie Pumptrack, Halfpipe oder ähnliches inklusive Fahrradübungsplatz, Puppentheater in der Halle. Schnelle, zügige Gartenerneuerung/-gestaltung für Kindergarten. Mehr Spielgeräte und neue Tischtennisplatte für Schulhof. Bitte mehr liebevolle Gestaltung der Freizeit für die Kinder. Tempo 30 auf Hauptstraße, da Schulweg für Kinder.“

Auch wünschen sich die Bürger, dass mehr in die Infrastruktur der Schule und in die Digitalisierung dort investiert wird und hoffen, dass die Gemeinde „endlich den digitalen Anschluss finden“ wird.

Dauerbrenner in Göggingen wie in anderen Gemeinden ist der öffentliche Nahverkehr. Zwar sei, urteilen einige, der Anschluss in Richtung Schwäbisch Gmünd überwiegend in Ordnung. Ins „Hinterland“ bestehe aber deutlicher Nachholbedarf, was besonders für Jugendliche fatal ist, die zur Arbeit, Schule oder zu Freunden wollen. Und schließlich: Es gibt keine Direktverbindung ins nächste Krankenhaus. Wer in der Stauferklinik einen Termin hat oder jemanden besuchen will, müsse man erst nach Schwäbisch Gmünd und von dort mit dem Stadtbus nach Mutlangen. „Das ist ein riesen Umweg, der nicht sein muss. Ich denke an Menschen, die keinen Führerschein haben oder zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr fahren dürfen. Es wird hier auch bald eine Seniorenwohnanlage eröffnet, auch dort wird vermutlich der eine oder andere Bewohner kein Auto besitzen oder vielleicht nicht mehr fahren wollen. Es besteht also Bedarf, auch der Umwelt zuliebe“, schreibt ein Umfrageteilnehmer. 

Sehr häufig beklagt wird die fehlende Gastronomie - nicht nur am Götzenbachstausee. Arztpraxis und Apotheke finden sich auf der Wunschliste - auch weitere Läden wären „eine tolle Weiterentwicklung für den Ort“, heißt es in einer Anregung. Eine andere lenkt den „Fokus auf den Leerstand und die sehr vielen alten abrissfähigen Gebäude.“ Und gefordert wird, die Eigentümer zu motivierenden bestehenden, jedoch brach liegenden Wohnraum wieder zu aktivieren. Hier gebe es unausgeschöpftes Potenzial. Ebenso bei der „Transparenz der Arbei

t und Themen der öffentlichen Verwaltung und des Gemeinderats“, diese könnten deutlich gesteigert werden.
Verkehrsberuhigung innerhalb der Ortschaft, allgemeine Lärmreduzierung bis hin zum Kirchengeläut oder auch ein „behindertengerechtes Rathaus, nicht im ersten Stock“ sind weitere Bürgerwünsche beim Ostalbcheck.

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