Philharmonisten treffen Rocklegende

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Gitarrist Siggi Schwarz und die Junge Philharmonie unter der Leitung von Uwe Renz gehen am Sonntag (9. September) in der Aalener Stadthalle gemeinsame Wege, wenn es heißt "Rock trifft Klassik".

Die Junge Philharmonie Ostwürttemberg und der Rockmusiker Siggi Schwarz nehmen sich gemeinsam Klassiker der Rockmusik vor.

So oft kommt dies im Trude-Eipperle-Rieger-Saal von Schloss Kapfenburg nicht vor: Es groovt gewaltig! Und in voller Lautstärke, muss angefügt werden. Gleich 62 Musiker sitzen zusammen, um Led-Zeppelin-gleich einen gewaltigen Sound durch den Raum zu schicken. Kein Mozart, kein Brahms – nichts dergleichen. Vielmehr rocken sie, von "Layla" bis "Stairway to heaven".

Doch keine XXL-Rock-Formation sitzt vor Dirigent Uwe Renz, sondern die JPO, Württembergs junge Philharmonie. Dieses Mal aber stehen – nicht wie beim Sommerfestival im vergangenen Juli – weder "Carmina Burana" noch sonst ein klassisches Werk auf dem Notenblatt. Dafür haben sich die Talentiertesten aus 14 Musikschulen den satten groovenden Sound des Rocks vorgenommen und einen ganz besonderen Musiker für ihr Projekt "Milestones of Rock" gewonnen: Heidenheims Gitarrenvirtuose Siggi Schwarz.

Landrat Klaus Pavel besuchte am Dienstag die Proben auf der Kapfenburg. Auf dem Weg zum Konzertsaal gesteht er: "Led Zeppelin und ‘Stairway to heaven' war in meiner Jugend mein absoluter Hit. Und ist es noch immer!" Umso mehr freue es ihn, dass dieser Titel mit im Repertoire sei. Dann schwärmt er von dem tollen Dirigenten Uwe Renz, der seit 2005 die Junge Philharmonie Ostwürttemberg leite und klopft Siggi Schwarz auf die Schultern, stehe doch dieser begnadete Gitarrist seit den 1970er Jahren für allerbestes Feeling und Virtuosität. Mit allen berühmten Stars habe Siggi Schwarz schon musiziert: Manfred Man, Carlos Santana, Bryan Adams und und und. "Was jetzt bevorsteht, ist eine Ausnahme, weil ein ungewöhnliches Konzert", so der Landrat. "Klassik trifft auf Rock, besser geht es nicht!" Doch nicht nur die Generation 60 plus soll sich in dieser Musik wiedererkennen.

JPO-Schlagzeuger Florian Hock verrät: "Wenn wir nach der Probe zusammensitzen, singen wir wie selbstverständlich auch diese Lieder." Rock gehöre einfach dazu. Zustimmung kommt von Hanna Keller. In der JPO spielt sie Klarinette: "Eigentlich sind wir auf klassische Musik ausgerichtet. Mit dem ganzen Orchester Rockmusik zu spielen, ist schon einmalig."

JPO-Dirigent Uwe Renz verspricht eine perfekte Mischung aus authentischem Rocksound, philharmonischem Orchesterklang und hinreißenden Gitarrensoli. "Ein Hörerlebnis der besonderen Art." Siggi Schwarz spielt mit seiner Band erst zum zweiten Male in solch großer Besetzung. Vor drei Jahren stand er mit einem Orchester bei den Heidenheimer Opernfestspiele auf der Bühne. "Was wir jetzt gemeinsam mit der Jungen Philharmonie vorhaben, ist auch für mich neu", sagt er. Als Ziel gibt das Duo Renz und Schwarz vor: "Es muss grooven!" Dabei komme es nicht wie bei einer Tschaikowsky-Komposition auf korrekte Notenwiedergabe an, Rockmusik spiele sich jenseits starrer Vorgaben ab.

Die "Milestones of Rock", das Crossover-Projekt von JPO und Siggi Schwarz mit Band, ist an folgenden Terminen zu hören:

Es muss grooven!

und Siggi Schwarz
  • Sonntag, 9. September; 19 Uhr, Stadthalle Aalen;
  • Freitag, 14. September, 20 Uhr, Stadthalle Göppingen
  • Sonntag, 15. September, 20 Uhr, Stadtgarten Schwäbisch Gmünd.

Tickets gibt's unter www.jpo-w.de und bei allen Vorverkaufsstellen in Aalen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd.

Herbert Kullmann

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