Pleite für Apotheken im Ostalbkreis?

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Der Apothekenabrechner AvP ist pleite. Sind Apotheken auf der Ostalb betroffen?

Aalen. Das Abrechnungsrechenzentrum für Apotheken AvP ist pleite. Seit der Insolvenz des Unternehmens mit Sitz in Düsseldorf bangen viele Apotheker in ganz Deutschland um ihre Existenzen. "Betroffene Apotheken – in ganz Baden-Württemberg und Deutschland – wurden unverschuldet in eine häufig existenziell bedrohliche finanzielle Schieflage gebracht", sagt Carmen Gonzales, eine Sprecherin des Landesapothekerverbands (LAV).

Der Apothekerverband geht von 300 betroffenen Apotheken in Baden-Württemberg aus. Doch sind die Auswirkungen der AvP-Pleite auch im Ostalbkreis spürbar?

"Ich glaube, es ist im Ostalbkreis verhältnismäßig ruhig", sagt Dr. Richard Krombolz, LAV-Vorsitzender der Region Ostwürttemberg. Im südwestdeutschen Raum sei das Rechenzentrum VSA des Münchner Unternehmens Noventi Healthcare Marktführer. "Mir ist keiner bekannt, der über AvP abrechnet", sagt Krombholz.

"Mit AvP habe ich nichts zu tun", entwarnt Dr. Gerwig Igel von der Apotheke im Facharztzentrum in Aalen. Er sei stattdessen beim Unternehmen Noventi Healthcare. "Für die Kollegen tut es mir natürlich leid", sagt er.

Auch Natalie Biechele, Inhaberin der Johannis-Apotheke in Gmünd, kann ihre Kunden beruhigen: "Wir sind nicht davon betroffen." Auch sie nutze das Angebot des Münchner Mitbewerbers. Auch sie fühlt mit ihren betroffenen Kollegen. In der Gmünder Gegend wisse sie aber von keinem, der mit AvP zusammenarbeitete.

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