Premiere: Das erste Mal auf dem Gmünder Wochenmarkt

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Einen Schönheitspreis wird es wahrscheinlich nicht gewinnen. Aber es ist einfach und lecker.
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Ein leckeres Omelett mit Champignons, Frischkäse und Paprika entsteht. Und das fast ausschließlich aus Zutaten von regionalen Händlern des Schwäbisch Gmünder Wochenmarkts.

Schwäbisch Gmünd. Da dampft das Omelett auf dem Teller. Selbst gemacht ist es. Und das, mehr oder weniger, in zweierlei Hinsicht: Einerseits habe ich es alleine fertiggebracht, mir etwas Genießbares auf den Teller zu zaubern. Und andererseits hat die Region mitgeholfen. Teilweise zumindest. Denn die Zutaten, die am Schluss zu meinem Essen wurden, stammen vom Schwäbisch Gmünder Wochenmarkt. Fast alles, was dort auf dem Teller liegt, wurde an Marktständen auf dem Münsterplatz bei regionalen Händlern gekauft. Und sogar etwas mehr. Eigentlich unspektakulär. Schon etwas spannender, wenn man diese Märkte bislang nur von außen oder beim schnellen Durchhuschen wahrgenommen hat.

Premiere: Mein erster Einkauf auf dem Wochenmarkt

Kalt ist's auf dem Gmünder Münsterplatz am Mittwochvormittag, als die Glocken des Münsters zehn Uhr schlagen. Los ist aber trotzdem was. Besucherinnen und Besucher machen ihre Einkäufe, gehen von Stand zu Stand.

Verwöhnt von Supermarktregalen, mische ich mich unters Volk und schaue einmal, was es hier so gibt. Einkaufswagen schon mal nicht. Logisch. Also wird die Stofftasche gezückt. Und befüllt.

Los geht's mit etwas Gemüse. Ist ja gesund. Aber: Was. Ist. Das. Ein kleiner Aufsteller vor einem Gemüsestand. In einem Korb liegt Blumenkohl. Den nehmen wir mal mit. Warum nicht? Und das andere da? „Romanesco“. Noch nie gehört. Oder gesehen. Sieht etwas außerirdisch aus. Das bleibt hier. Was der Bauer nicht kennt ... Nächstes Mal vielleicht nach ausführlicher Recherche.

Weiter geht's. Durch Plastikvorhänge komme ich vom kalten Münsterplatz hinein in den „Verkaufsraum“ der Gärtnerei. Das sieht schon vertrauter aus. Kartoffeln, Karotten, Kohlrabi - das, was die Gemüseauswahl eben hergibt. Im Kopf beginnt sich schon das Mittagessen zusammenzufügen. Was ich denn gern hätte, fragt mich die freundliche Verkäuferin. Champignons brauch' ich. Und eine Paprika nehm ich noch mit. Passend zur Jahreszeit legt die Dame noch eine Mandarine oben drauf. Einmal zahlen und weiter geht's zum nächsten Stand.

Dosenwurst schafft es, meine Aufmerksamkeit zu erlangen. Nehm' ich. Keine Diskussion. Passend zum Einkaufszettel gibt's an diesem Stand außerdem Eier. Zehn Stück, Freilandhaltung, ab in die Tasche. „Nudeln von der Ostalb“ steht auf der Packung. Stammen aus Ellwangen. Ab in den Korb damit. Zum Abschluss noch eine Flasche Apfelsaft vom Expertenstand, dann geht's nach Hause an den Herd.

Selbst gekocht: Wie das Omelett mit regionalen Zutaten entsteht

So. Da wären wir. Der Einkauf wird jetzt erst einmal in die Ecke geworfen – Zeit, eine Pizza zu bestellen ... Okay nein, jetzt wird etwas gekocht. Und zwar ein Omelett mit Pilzen, Paprika und grobem Frischkäse. Letzteres musste im Supermarkt erworben werden, entweder gab's das auf dem Markt nicht, oder ich hab's übersehen. Mit allen Zutaten parat, geht's ans Schnippeln.

Bevor drei der Champignons auf dem Schneidebrett landen, gibt's eine Dusche unter dem Wasserhahn. Auch die Paprika wird gewaschen. Dann wird das Messer gezückt und mit gekonnten Zügen über das Brett geführt. Gekonnt soll heißen: Finger bleiben dran, die Pilze und die Paprika werden nicht komplett verunstaltet. Dann werden drei Eier auf der Tischplatte angeditscht und in die Schüssel gegeben. Etwas Chilisalz und Pfeffer dazu und die Gabel vermischt alles gleichmäßig.

Die geschnittenen Pilze landen im Öl der vorgeheizten Pfanne und schmoren vor sich hin. Sehen die Champignons aus, wie sie sollen, kommt das Ei oben drauf. So bleibt's vorerst auch. Bei mittlerer Hitze soll das Ei schön fest werden. Nicht, dass es beim auf den Teller Packen oder Umklappen zu Bruch geht. Circa zehn Minuten bleibt das Ei in der Pfanne.

Die Kür: Mit einem Pfannenwender unter das Omelett fahren und, ohne es zu zerstören auf dem Teller parken. Klappt! Da liegt es nun und will garniert werden. Eine Packung grober Frischkäse wird auf dem noch „offenen“ Eierfladen verteilt. Im Frischkäse landen noch ein paar Paprikastreifen. Vorsichtig umklappen - und fertig! Überhaupt nicht schwierig, dafür aber lecker und bestimmt auch nicht komplett ungesund. Und natürlich mit Zutaten aus der Region.

Einkauf auf dem Wochenmarkt
Einkauf auf dem Wochenmarkt
Einkauf auf dem Wochenmarkt
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Einkauf auf dem Wochenmarkt

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