Der Reiseblog von Lisa und Chris

Pula, Ljubljana, ein Schinkenbrot und ein Drachen-Hostel, Tag 14

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Diese Brote schenkte eine Camping-Nachbarin Lisa und Chris, nachdem ihr Mittagessen ausfallen musste.

Ljubljana. Lisa und Chris, zwei 18-jährige Schüler, reisen mit dem Interrail-Ticket von Aalen aus durch Europa. In diesem Reiseblog berichten die zwei von ihrer Tour.

Gegen neun Uhr in der Früh weckte uns ein Vogel, der in einem Ast über unserem Zelt saß. Allerdings weckte er uns nicht mit fröhlichem Gesang, sondern mit Magen-Darm-Problemen. Denn unser Zelt ist, sorry für die Ausdrucksweise, komplett zugeschissen. Zu dem Vögel kommen wir aber nochmals zu einem späteren Zeitpunkt. Zuerst machten wir uns wie gewohnt unser Frühstück. Erneut gab es Knäckebrot mit Frischkäse. Abgesehen von einer verschimmelten Tomate erwiesen sich die Lebensmittel als überaus standhaft gegen hohe Temperaturen. Was soll auch einem Knäckebrot noch passieren? Nur die Tomate überlebte die 30-Grad-Celsius-Hitze nicht.

Ein eingespieltes Backpacker-Team

Nach dem Frühstück rappelten wir uns auf und packten unsere Ausrüstung ein. Inzwischen arbeiten wir sehr routiniert. Wir wissen genau, was wir zuerst einpacken müssen und was wer zu tun hat. Bevor der Bus um 13.10 Uhr vom Campingplatz in Stoja abfuhr, kochten wir noch schnell Mittagessen – besser, wir versuchten Mittagessen zu kochen. Der Gasbrenner gab seinen Geist auf, die Kartusche war leer. Besagter Durchfall-Vogel machte auf unsere sowieso schon kaputte Isomatte. Nein, dieser Mittag sollte nicht unser werden. Durch die schwache Flamme des Gasbrenners wurden die Nudeln nicht gekocht. Dummerweise hatten wir aber auch schon die Tomatensoße geöffnet und in einen Topf gekippt. Hätten wir gewartet und geschaut, ob unser Gasbrenner es schafft, sowohl Nudeln als auch die Soße zu Ende zu kochen, hätten wir zumindest einen Teil des Gerichtes retten können. Naja, dann also kein Mittagessen. Enttäuscht und hungrig machten wir uns auf, um den Platz zu bezahlen. Doch plötzlich kam eine „Nachbarin“, die in der Nähe unseres Zeltes ihren Wohnwagen stehen hat. Sie gab uns jeweils ein Brot mit Käse und Schinken. Wir freuten uns so sehr und bedankten uns artig. Menschen, die sich um andere kümmern. Wie schön.

Pula, Buzet, Ljubljana - Willkommen Slowenien

Mit dem Zug ging es von Pula nach Buzet. Achtung: keine Klimaanlage.

Mit dem Zug reisten wir dann weiter von Pula bis nach Buzet. Eine für uns anstrengend Tour. Denn die fehlende Klimaanlage und die lauten Geräusche des Zuges machten es uns unmöglich, zu entspannen. Als wir endlich in Buzet ankamen, waren wir erleichtert, den Zug wechseln zu können. Doch statt eines Zuges fuhr an diesem Tag nur ein Bus nach Divaca. Darüber klärte uns eine niederländische Backpackerin auf. Wir rechneten damit, den Zug nach Ljubljana zu verpassen. Jedoch schafften wir es doch noch. Gegen 21 Uhr kamen wir am Bahnhof von Ljubljana an. Unser erster Eindruck von der Stadt: ziemlich klein für eine Landeshauptstadt. Die Stadt hat trotzdem Flair.

Blick in den Gang mit den Zimmer im Dragons Dream.

Unser Hostel, das Dragons Dreams (hier der Instagram-Kanal), liegt etwa 25 Minuten vom Bahnhof entfernt. Als wir in der „Drachenhöhle“ ankamen, waren wir erstaunt, wie weit die Technik ist. Wir loggten uns per QR-Code ein, wodurch sich die Tür der Lobby öffnete. Es war klein, wirkte aber sehr nett. Wahrscheinlich lag das an dem Drachenthema des Hostels, denn alle Türen haben Dracheneier mit Zahlen drauf. Und auch die Möbel sind an Drachen angelehnt. Selbst die Bilder an den Wänden und die Sitzplätze. Uns gefiel das. Das Hostel selbst wirkt gepflegt und modern. Abgesehen davon, dass man ab und zu auf ein freies Badezimmer warten muss, ist es mit 49 Euro pro Nacht zu empfehlen. Den Tag beendeten wir mit einem Essen. In der Nähe des Hostels gibt es ein cool gestaltetes Lokal namens „Tiskarna Kavarna“. Und ein Bäcker ist ebenfalls direkt in der Nähe.

Im Café Tiskarna Kavarna in Ljubljana aßen Lisa und Chris Pommes und Hamburger.
Das Dragon Dreams Hostel in Ljubljana

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