Rekordjahr bei Wertholzsubmission bei Bopfingen

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1400 Stämme wurden in diesem Jahr angeliefert. Verkauft wurden alle bis auf sechs Stück.
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Fast alle der 1400 Stämme auf dem Submissionsplatz bei Bopfingen haben einen neuen Besitzer gefunden. Dabei wurde so viel wie nie geboten.

Bopfingen

Rekordjahr auf dem Wertholzsubmissionsplatz bei Bopfingen: 86 Gebote gingen bei der 27. Wertholzsubmission ein. Damit wurden die 68 Gebote des Vorjahres übertroffen. Auch der Durchschnittspreis pro Festmeter Holz kletterte bei fast allen Baumarten in die Höhe. Unter den 28 angebotenen Baumarten war die Eiche mit rund 1600 Festmetern am häufigsten vertreten.

3089 Euro pro Festmeter. Das ließ sich ein Furnierhersteller aus dem bayerischen Spessart für eine Eiche aus dem Gemeindewald Unterschneidheim kosten. „Die teuerste gebotene Eiche, die wir je auf dem Platz hatten“, merkt die Leiterin der Forstaußenstelle Bopfingen, Marieke Plate, an. Knapp 200 Jahre ist sie alt, erkennbar an den Ringen des Stamms. 

Käuferinnen und Käufer der Baumstämme kommen teils aus der Gegend, teils nehmen sie den Weg aus Frankreich, Tschechien oder Dänemark auf sich, um auf dem Bopfinger Submissionsplatz hochwertiges Holz zu erstehen. Dabei lassen sie sich gerne einmal Bedenkzeit. „Kunden sind teilweise bis zu drei Mal auf dem Platz“, berichtet Wolfgang Müller von der Bopfinger Forstaußenstelle. 

Nicht nur der höchste Festmeterpreis wurde für eine Eiche gezahlt. Auch den Titel des teuersten Stamms kann die Baumart für sich beanspruchen. Die Eiche, die aus dem bayerischen Privatforstbetrieb Steppich stammt, misst einen Durchmesser von rund 69 Zentimetern ohne Rinde, eine Länge von 11,8 Metern und insgesamt 4,41 Festmetern Holz. Der Baum war einem Parketthersteller aus dem Allgäu 6085 Euro wert. Das wundert die Forstexperten nicht. „Der Baum ist makellos“, sagt Josef Grau von den Forstbetrieben Fürst Wallerstein. 

Landrat Dr. Joachim Bläse freut sich über dieses „Rekordjahr“. Von 1400 angelieferten Stämmen wurden alle bis auf sechs verkauft. Dass nur 0,4 Prozent übrig bleiben, ist „wirklich der Hammer“. Man erkenne die Wertschätzung für Werthölzer am Preis.

„Der Baum ist makellos.“

Josef Grau, Forstbetriebe Fürst Wallerstein
  • Wertholzsubmission: Zahlen, Daten, Fakten
  • Eiche an der Spitze: Von insgesamt 28 verschiedenen Baumarten war die Eiche mit rund 1600 angelieferten Festmetern der Spitzenreiter auf dem Submissionsplatz bei Bopfingen. Insgesamt wurden 2556 Festmeter angeliefert. Diese wechselten für einen Erlös von rund 1,477 Millionen Euro den Besitzer, davon rund 1,17 Millionen Euro für Eichenholz.
  • Apfel nur selten: Unverkauft blieben in Summe 10,73 Festmeter Holz. Diese teilen sich in Eiche, Esche und Bergahorn auf. Am seltensten war in diesem Jahr Apfel mit 0,27 Festmetern Holz. Sie wurden für rund 168 Euro verkauft.
Das Alter eines Baumes lässt sich an den Ringen am Stamm erkennen.
28 verschiedene Baumarten, von Eiche bis Apfel, gibt es bei dieser Holzsubmission.
Josef Grau, Dr. Joachim Bläse, Marieke Plate, Rainer Deuschel, Johann Reck und Wolfgang Müller (von links) beim teuersten Stamm.

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