Rems-Murr-Kreis: Günstiges Ticket für junge Menschen unter 27 Jahren

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Der Weg zur Schule, zur Ausbildung, zur Arbeit oder auch in die Freizeit mit der Bahn oder - wie hier - mit dem Bus wird mit dem Jugendticket ab 1. März 2023 billiger. Archivfoto: opo

Der Rems-Murr-Kreis spricht sich für die Einführung des landesweiten Jugendtickets aus. Das steckt dahinter.

Waiblingen. Der Umwelt- und Verkehrsausschuss des Rems-Murr-Kreises hat sich für die Einführung des landesweiten Jugendtickets entschieden. Damit hat der Landkreis den Weg für die Einführung des Tickets freigemacht. Wenn sich die übrigen Landkreise der Region Stuttgart sowie die Landeshauptstadt ebenfalls dafür aussprechen, kann das Ticket ab März 2023 eingeführt werden.
„Das Bewusstsein nachhaltiger zu leben, ist gerade bei jungen Menschen sehr hoch“, sagt Landrat Dr. Richard Sigel. Dafür müsse die Politik aber gerade für junge Menschen günstige Anreize setzen.“Das landesweite Jugendticket hat das Potenzial, den ÖPNV für die Jugend noch attraktiver zu machen“, so der Landrat weiter.

Jugendticket – was ist das?

Das Land Baden-Württemberg fördert die Einführung eines landesweit gültigen Jugendtickets, das zunächst 365 Euro im Jahr kosten soll. Dieses Ticket soll im VVS die bisherigen Scool- und Ausbildungs-Abos ersetzen. Bezugsberechtigt sind alle Personen unter 21 Jahren sowie alle Personen unter 27 Jahren, die sich in Ausbildung oder im Studium befinden. Durch die landesweite Gültigkeit, so die Kreisverwaltung, sei das Ticket besonders für Auszubildende und Studierende attraktiv, die regelmäßig mehr als einen Verkehrsverbund durchqueren müssen.
Die Umstellung soll zum 1. März 2023 erfolgen. Wenn es zur Einführung des Tickets kommt, wird der VVS sein Ticket-Angebot im Schüler- und Ausbildungsverkehr neu ausrichten. Die Mehrkosten, die durch die Einführung des neuen Tickets entstehen, trägt das Land zu 70 Prozent. Die übrigen 30 Prozent übernimmt der Landkreis. Insgesamt würde die Einführung der neuen Ticketarten für den Rems-Murr-Kreis Mehrkosten von rund 300 000 Euro jährlich verursachen.

Auch der Ostalbkreis wird das Jugendticket einführen.

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