Jahresrückblick: Februar 2021

Rentschler tritt nicht mehr an

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Thilo Rentschler im Aalener Rathaus
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Oberbürgermeister Thilo Rentschler kündigt seinen Rückzug aus der Aalener Politik an und wird als Chef der IHK Ostwürttemberg gewählt.

Aalen

Thilo Rentschler tritt nicht an bei der nächsten Oberbürgermeisterwahl der Stadt Aalen. Das gab der Amtsinhaber am 3. Februar bekannt. „Nach reiflicher Überlegung“ habe er sich entschlossen, „nicht mehr für eine zweite Amtszeit zu kandidieren“, erklärte der zu diesem Zeitpunkt 53-Jährige.

Seine nächste berufliche Station ist die IHK Ostwürttemberg. Am 11. Februar wählte ihn deren Vollversammlung zum neuen IHK-Hauptgeschäftsführer. Er freue sich, so Rentschler in einer ersten Stellungnahme gegenüber der SchwäPo, über die neue Funktion. Dies bringe ihn in eine regionale Verantwortung, in der er seine Erfahrung als OB einbringen könne.

Im Blick zurück

Beim Blick auf die vergangenen sieben Jahre als OB in Aalen sagte Rentschler: „Wahrlich Großes und Zukunftsweisendes haben wir in vielen Projekten und Initiativen für unsere Stadt, unsere Heimatregion und für das Wohl der hier lebenden Menschen geschaffen.“ Als Beispiele nannte Rentschler unter anderem die Wohnungsbauoffensive, den Ausbau des Hochschulstandortes, den Kulturbahnhof und das Kombibad, den B-29-Ausbau, Quartiersentwicklungen von Stadtoval bis Galgenberg-Ost, aber auch Projekte und Initiativen wie den Aufbau einer Schule für syrische Flüchtlingskinder, die Städtepartnerschaft mit Vilankulo in Mosambik und die Initiative „Aalen hält zusammen“ seit dem Ausbruch der Pandemie.

Dies alles sei nur möglich, so Rentschler, wenn es „eine dauerhafte Form der konstruktiven, fairen und vertrauensvollen Zusammenarbeit“ mit den Stadträtinnen und Stadträten gebe. Ob es genau daran gehapert hat, dazu äußerte sich Rentschler nicht konkret. Allerdings räumte er ein, dass er häufig auf der Überholspur unterwegs gewesen sei. Er habe die Stadt und die Region gestalten wollen, Probleme anpacken, lösungsorientiert denken und handeln wollen, „trotz manchen Gegenwinds“.

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