Rettungsaktion der Feuerwehr: Happy End und happy Ente in Bartholomä

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Die Feuerwehr Bartholomä bringt die Entenfamilie wieder zusammen.

Bauhofmitarbeiter wurden auf die aufgeregte Entenmutter aufmerksam – und retteten ihre Küken mit viel Behutsamkeit und schwerem Gerät.

Bartholomä. Zu einem besonderen Feuerwehreinsatz rief der Bartholomäer Bauhof am vergangenen Dienstag. In der alten Kläranlage wurde eine aufgeregte Entenmutter gesichtet, die wild an einem Brunnen auf- und abging. Das war wohl ihre Art, um den Mitarbeitern des Bauhofes zu zeigen, dass am Grund des Brunnens ihre Küken festsitzen, die alle noch nicht fliegen können. Patric Hauser, selbst in der Wehr, holte sich drei seiner Kameraden zu Hilfe, um diese Entchen zu retten. Das erwies sich allerdings als gar nicht so einfach. Mit Keschern allein konnte den Tieren nicht geholfen werden, da sie viel zu ängstlich waren und immer wieder entwischten.

Erst mithilfe eines Multifunktionsbaggers der Gemeinde, in dessen Korb ein Feuerwehrangehöriger stieg, schaffte man es, in die Beckenmitte zu kommen und so die Tiere zu retten. Dann wurde die kleine Familie in Sicherheit gebracht. An Ort und Stelle wollten die Feuerwehrmänner sie nicht freilassen – zu groß wäre die Gefahr gewesen, dass die Entchen erneut in das Becken fallen. So entschied man sich, den Korb mit den Jungtieren nach und nach immer weiter in Richtung einer nahen Hülbe zu stellen, einem kleinen Weiher, wie es sie rund um Bartholomä viele gibt. Auf diese Weise zeigten die Retter der Mutter, wo sie ihre Küken wiederfindet. Und als die Jungtiere dort nachmittags freigelassen wurden, sah man kurze Zeit später auch die Mutter, die in dieses Gebiet flog.

Zusammenführung geglückt

Am nächsten Tag vergewisserten sich die Retter, ob die Familienzusammenführung geglückt ist. Doch leider waren die Tiere nirgends zu entdecken. Umso mehr freuten sie sich, als abends die Entenfamilie zu Fuß an einer anderen Hülbe ankam, die im Neubaugebiet von Bartholomä liegt. Und wie es das Schicksal will, liegt diese Hülbe hinter dem Haus des Kommandanten Thorsten Sperrle und seiner Familie, die die Entchen glücklich empfing. Besonders freuten sich alle Beteiligten darüber, dass das fünfte Küken, welches bei der Rettungsaktion in ein Gebüsch abgehauen und nicht mehr gefunden werden konnte, auch zu seiner Mama zurückfand. So schwimmen die Tiere nun vereint in der Hirschrainhülbe und man kann wohl von einem Happy End – oder eher gesagt, einer happy Ente sprechen.

Die Feuerwehr Bartholomä bringt die Entenfamilie wieder zusammen.
Die Feuerwehr Bartholomä bringt die Entenfamilie wieder zusammen.
Die Feuerwehr Bartholomä bringt die Entenfamilie wieder zusammen.

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