Schienen-Infrastruktur: Ziel ist der Halbstundentakt bis Crailsheim

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Der Schienennahverkehr soll im Ostalbkreis verbessert werden.
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Wie es auf Rems-Bahn und der oberen Jagstbahn schneller vorangehen soll.

Aalen. „Wir brauchen Geschlossenheit bei diesem Thema“, appellierte Landrat Dr. Joachim Bläse im Ausschuss für Umweltschutz und Kreisentwicklung. Die Schienen-Infrastruktur müsse entscheidend verbessert werden. Als Gründungsmitglied der „Interessengemeinschaft Schienenkorridor Stuttgart-Nürnberg“ sei der Ostalbkreis bestrebt, die zentralen Schienenachsen der Region, die Rems- und Obere Jagstbahn, zukunftsfähig zu machen. Letztlich gehe es für den Ostalbkreis auch um eine Blockverdichtung zwischen Aalen und Mögglingen zur Ermöglichung kompakter Zugfolgen sowie um Ertüchtigungen entlang der Engpass-Bahnhalte Jagstzell und Ellwangen.

Einig war man sich im Ausschuss, dass die im vorliegenden Gutachten dargestellten Entwicklungs- und Ausbaumaßnahmen einen Fortschritt in infrastruktureller und angebotsperspektivischer Sicht darstellten. „Wir brauchen aber einen zweiten Schritt, der auch den Fernverkehr beschleunigt“, erklärte Dezernent Thomas Wagenblast. Und eben auch die Entwicklung von Potenzialen für eine Angebotsausweitung im Nahverkehr auf der Oberen Jagstbahn mit einem schnellen, stündlichen Angebot entlang der Rems- und der Oberen Jagstbahn. Für Januar wurde ein Workshop vereinbart. Dann geht es auch um den Güterverkehr.

Wolfgang Steidle unterstützte die Zusatzstudie im Namen der CDU-Fraktion. Das erste Gutachten sei „ziemlich enttäuschend“. In die Murr-Bahn werde überbordend investiert, in den Ostalbkreis flössen gerade mal zehn Prozent der Gelder. „Schienenverkehr fokussiert stärken“, sagte Mario Capezzuto für die SPD. Herbert Witzany unterstützte dies, allerdings sei die Kapazität nicht da und es gehe alles zu langsam. „Im Vergleich mit der Schiene ist der Straßenbau geradezu eine Rakete“, so Witzany. Aufpassen müsse man, dass der „Knoten Crailsheim“ integriert und der Ostalbkreis insgesamt nicht abgehängt werde. Es gab grünes Licht für die Zusatzstudie. Das Fazit des Landrats: „Deutschland ohne Ostalbkreis geht nicht. Für einen attraktiven SPNV brauchen wir den Halbstunden-Takt von Stuttgart bis Crailsheim.“ Dabei müsse man „groß denken und den Güterverkehr einbinden“. Lothar Schell

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