Schorndorf: Tatverdächtiger nach Brand in Flüchtlingswohnheim in Haft

+
Symboblild

Ein städtisches Gebäude steht in der Nacht in Flammen. Ein 30-Jähriger wird in Haft genommen.

Schorndorf. Wie die Polizei am Freitag mitteilt, hat sich bei den kriminalpolizeilichen Ermittlungen der Verdacht gegen den 30-jährigen Bewohner erhärtet, den Brand in dem Wohnheim vorsätzlich gelegt zu haben. Die Staatsanwaltschaft habe daraufhin einen Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen beantragt, der am Donnerstag durch den zuständigen Haftrichter erlassen und in Vollzug gesetzt wurde. Der gambische Tatverdächtige befindet sich nun in Untersuchungshaft. Das Gebäude bleibt derzeit nicht bewohnbar. Die weiteren Bewohner des betroffenen Hauses wurden deshalb in andere städtische Wohnungen untergebracht. Die weitergehenden Ermittlungen dauern an.

Erstmeldung von Donnerstag, 11. August: In der Nacht zum Donnerstag ist es zum Brand eines städtischen Gebäudes in der Unteren Uferstraße gekommen, in dem Flüchtlinge untergebracht sind. Die Rettungskräfte wurden kurz nach Mitternacht alarmiert. Beim Eintreffen der Polizei stand das Gebäude bereits in Flammen, teilt die Polizei mit. Die örtliche Feuerwehr war mit sieben Fahrzeugen und 31 Mann am Löscheinsatz beteiligt. Die Rettungsdienste waren vorsorglich mit vier Einsatzfahrzeugen vor Ort, wobei laut Polizei letztlich keine Personen zu Schaden kamen. Das Feuer war gegen 1.30 Uhr gelöscht. Es war nach ersten Informationen festzustellen, dass sich der Brandherd im Dachgeschoss befand. Wegen der starken Brandzehrung sowie durch den Löscheinsatz ist das Gebäude nicht mehr bewohnbar. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden auf etwa 200.000 Euro. Es liegen Hinweise vor, dass das Feuer vorsätzlich von einem Bewohner des Hauses gelegt worden sein könnte. Die Untersuchungen dahingehend dauern an. Der 30-jährige Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen. 

Zurück zur Übersicht: Ostalbkreis

Mehr zum Thema

Kommentare