Schülerinnen und Schüler testen sich täglich

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Schüler*Innen an der Kocherburgschule testen sich zu Schulbeginn selbst. Archiv.
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Neues Jahr, neue Teststrategie. Schülerinnen und Schüler müssen sich in dieser ersten Schulwoche jeden Tag auf Corona testen. Ausnahmen gibt's für Geboosterte.

Aalen

Erste Schulstunde am Kopernikus Gymnasium Wasseralfingen (KGW). Statt Stift und Heft auszupacken, gibt es für Schülerinnen und Schüler erst einmal ein Teststäbchen in die Nase. "Das machen wir jetzt für alle", sagt KGW-Schulleiter und geschäftsführender Schulleiter der Aalener Gymnasien, Michael Weiler. Unabhängig, ob geimpft oder genesen. So schreibt es die neue Teststrategie des Landes vor. Eine Ausnahme vom Testen gibt es für Geboosterte. Wie der Start mit der neuen Strategie läuft, berichten Michael Weiler und die geschäftsführende Schulleiterin der Haupt-, Real- und Gemeinschaftsschulen in Schwäbisch Gmünd, Daniela Maschka-Dengler.

"Routiniert" testen sich die Schülerinnen und Schüler des KGW selbst zu Beginn jedes Schultags, berichtet Weiler. Über 2000 Tests, bereitgestellt vom Land über die Stadt Aalen, würden dort in der laufenden Woche verbraucht. Denn die Strategie des Landes sieht für die erste Woche nach den Ferien tägliche Tests vor. Ab kommender Woche wird auf drei Tests pro Woche reduziert. Ob geimpft oder genesen spielt dabei keine Rolle, lediglich Geboosterte sind davon befreit. Doch die, sagt Weiler, gibt es nicht viele an der Schule. Es sei "zeitlich unwahrscheinlich", dass Zwölf- bis 17-Jährige, für die es noch nicht lange eine Impfempfehlung gibt, jetzt schon eine Auffrischungsimpfung erhalten haben.

Elternvertreterin: Wenn testen, dann alle

Einer dieser wenigen geboosterten Schüler ist der Sohn von Alexandra Kefer. Trotzdem lässt sich der Sohn der Elternvertreterin testen. "Er hat gesagt, dann hat er die Sicherheit und es macht ihm nichts aus", berichtet sie. Sie befürwortet, dass aktuell im Klassenzimmer viel getestet wird, kennt auch keine negativen Rückmeldungen anderer Eltern. "Man hat einfach ein besseres Gefühl und die Kinder fühlen sich auch in gewissermaßen sicherer." Trotzdem könnte es für sie noch eine Nummer vorsichtiger zugehen. Dass Geboosterte vom Testen befreit sind, "finde ich persönlich nicht gut. Wenn ich teste, teste ich alle". Trotz Vorsicht und Auffrischungsimpfung, die Gewissheit, das Virus nicht in sich zu tragen, habe man nie. "Die Sicherheit ist in dem Fall für mich das größere Ziel."

Testen ist Routinesache

Positive Tests in Klassenzimmern "gehören dazu", sagt Weiler. Auch an Daniela Maschka-Denglers Friedensschule auf dem Rehnenhof habe es schon Fälle unter Schülerinnen und Schülern gegeben. Dort werden in dieser Woche alle Schülerinnen und Schüler getestet - egal, ob geboostert oder nicht. Neben den bekannten Antigen-Schnelltests durch die Nase kommen an der Friedensschule auch Pool-Tests zum Einsatz. Bei diesen Tests lutschen die Schülerinnen und Schüler an Stäbchen, die anschließend im Labor ausgewertet werden. "Das Tolle an den Pool-Tests ist, sie sind viel sensitiver als Antigen-Schnelltests", sagt die Schulleiterin. So lasse sich eine Infektion schon im frühen Stadium feststellen. Auch an der Friedensschule sei das Testen "eine Routinegeschichte".

"Man konnte erahnen, worauf es hinausläuft."

Michael Weiler, Schulleiter KGW

"Wir finden den Aufwand des Landes angemessen", sagt Daniela Maschka-Dengler. Überrascht von der Teststrategie des Landes sind die beiden Schulleiter nicht. "Ja, die Details weiß man nicht unbedingt", gibt Daniela Maschka-Dengler zu. "Aber", sagt Michael Weiler", man konnte erahnen, worauf es hinausläuft".

  • Testpflicht: die Regeln an Schulen und Kitas
  • Mehr Tests für einen größeren Personenkreis sieht das Land wegen der Omikron-Variante zwischen 10. Januar und 25. Februar an Schulen und Kitas vor. Geboosterte sind davon ausgenommen. In der ersten Woche nach den Ferien sollen sich alle nicht-geboosterten Schülerinnen und Schüler täglich testen lassen, wenn an ihrer Einrichtung Antigenschnelltests zum Einsatz kommen. Sollten PCR-Pooltests in Verwendung sein, sollen die Schulen nach Möglichkeit weitere Antigenschnelltests anbieten. Ab der zweiten Woche bis zu den Faschingsferien sind drei Antigenschnelltests oder zwei PCR-Testungen pro Woche Pflicht. Für nicht-geboostertes Personal besteht an jedem Präsenztag die Pflicht zum Testen.

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