Schwäbisch frisch aufgetischt

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Siegfried Wiedemann präsentiert Exemplare seines neuesten Buches „Schwäbisch - z'schad zom Vergessa“ auf einem Backschieber in seinem Backhäusle in Onatsfeld. Leserinnen und Leser dieser Zeitung können je ein Buchexemplar gewinnen.
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Siegfried Wiedemann aus Onatsfeld veröffentlicht „Schwäbisch - z'schad zom Vergessa“ - schwäbisches Wörterbuch mit 2000 Begriffen inklusive.

Aalen-Onatsfeld. Das hätte sich Siegfried Wiedemann aus Onatsfeld nicht träumen lassen: Sein Buch „Schwäbisch – von Anedosa bis Zweeder“, das er vor einem Jahr veröffentlichte, wurde der Renner. Deshalb setzt der 72-Jährige jetzt noch eins drauf. „Schwäbisch - z'schad zom Vergessa“ heißt sein neues Buch.

Das tischt der rührige Schwabe nun druckfrisch auf. Der Inhalt des Buchs: „Hundert schöne und alte Gedichte auf Schwäbisch“, sagt Wiedemann, dazu ein Wörterbuch mit rund 2000 schwäbischen Begriffen. „800 mehr als im Vorgängerbuch.“

Siegfried Wiedemann ist Schwäbisch-Liebhaber. Der Titel „Schwäbisch - z'schad zom Vergessa“ seines neuen Buchs ist für ihn Programm.

Vor drei Jahren hat der Onatsfelder bereits seine Gedichtsammlung „Ebbas isch emmer“ und seine „Schwobafibel“ auf einer Zeitungsseite „Oschtalbkoscht & Heimatluscht“ vorgestellt. Beide Bücher – mit eigenen Beiträgen und mit Werken alt bekannter schwäbischer Autoren – hatte er bis dato aber nur für Schwäbischliebhaber aus dem engsten Familienkreis zusammengestellt. Oder um sie in seinen Lesungen zur Hand zu nehmen – etwa beim Literaturkreis Unterkochen. Weil solche Lesungen nun coronabedingt ausfielen, habe er die freie Zeit genutzt, um sich in seinen schönen Garten in Onatsfeld an sein Backhäusle zu setzen und dort an seinem schwäbisches Wörterbuch zu feilen.

Sein Erstling „Schwäbisch – von Anedosa bis Zweeder“ sei so gefragt gewesen, das es 5 100 Euro Reinerlös einbrachte. „Den habe ich für soziale Projekte gespendet, 750 Euro davon für die Aktion 'Advent der guten Tat' dieser Zeitung“, erzählt Wiedemann.

Spenden und verschenken

Weil er so viel Spaß am Sammeln von Schwäbischem habe, habe er in diesem Jahr weitergemacht. „Außerdem möchte ich andere Menschen damit erneut ansprechen“, sagt der ehemalige Marketing-Mann der Kreissparkasse. „Vielleicht gibt es auch Firmen, die mein Buch als Weihnachtsgeschenk für Geschäftsfreunde oder Mitarbeiter kaufen.“ Er selber sei in jungen Jahren sehr krank gewesen und habe dann so viel Glück erlebt. „Ich freue mich mit meiner Frau an unseren Kindern und Enkeln“, erklärt er. Menschen, die weniger Glück im Leben haben, wolle er jetzt auch den Erlös aus diesem zweiten Buch spenden.

Eine besondere Widmung

Dem schwäbischen Mundartdichter Karl Lohmiller hat Wiedemann das Vorwort in seinem neuen Buch gewidmet. Der habe zwar ab 1922 sechs Gedichtbände veröffentlicht. Aber dann sei Lohmiller in Vergessenheit geraten. Selber wolle er nun wieder schwäbische Gedichte und Geschichten vortragen, wo dies coronabedingt möglich ist. „Interessenten können sich an mich wenden“, bietet Siegfried Wiedemann an.

Der Kontakt zu Siegfried Wiedemann: Telefon (07361) 971880.

„Schwäbisch z'schad zom Vergessa“ kostenlos

Aalen. Ab diesem Freitag, 1. Oktober, ist das neue Buch mit dem Titel „Schwäbisch - z'schad zom Vergessa“ von Siegfried Wiedemann zu haben. Zehn Euro kostet ein Exemplar. Den kompletten Ertrag möchte er sozialen Einrichtungen spenden, erzählt der 72-jährige Autor. Darum verkaufe er das Buch ohne Zwischenhandel über seine frühere Arbeitgeberin, die Kreissparkasse Ostalb.

Das Buch kaufen: bei der Kreissparkasse Ostalb in den Hauptstellen Aalen und Schwäbisch Gmünd; außerdem bei den Kreissparkassen in Bopfingen, Ellwangen, Heubach, Hofherrnweiler, Hüttlingen, Oberkochen, Neresheim, Unterkochen und Wasseralfingen. Außerdem gibt es das Buch bei der Druckerei Opferkuch: in Aalen, Hirschbachstraße 31 (Lokschuppen), Telefonnummer (07361) 97930, oder in Ellwangen, Aalener Straße 10, Telefon (07961) 8880 ; jeweils zu den Öffnungszeiten Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr sowie freitags von 8.30 bis 15 Uhr.

Das Buch gewinnen: Schicken Sie eine E-Mail mit dem Betreff „schwäbischbuch“ an die Adresse verlosung@sdz-medien.de – senden Sie unbedingt Ihre Postadresse mit. Einsendeschluss: Sonntag, 03. Oktober 2021, um 15 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, die Gewinner werden ausgelost und bekommen das Buch per Post.

  • Dinnete mit Zwiebel und Speck, die schwäbische Pizza
  • Ein Rezept für 4 bis 5 Stück Dinnete von Buchautor Siegfried Wiedemann zur Zubereitung im herkömmlichen Backofen.
    Zutaten Teig: 0,5 kg Weizenmehl Type 550, ½ Würfel Hefe, 13 gr (= 2TL) Salz 400 ml Wasser
    Zutaten Belag: 30 gr Mehl, 1 Becher Schmand (Sauerrahm), 1 Ei, ¼ EL Salz, 1 Prise Pfeffer, ½ TL Knoblauchpulver, 2-3 mittelgroße Zwiebeln, ca 100 gr geräucherter Bauchspeck, 1 Bund Schnittlauch oder Zwiebelrohr (im Winter ½ Stange Lauch), Kümmel, evtl zusätzlich geriebenen Käse.
    Zubereitung: Aus den Zutaten einen Hefeteig herstellen und etwa eine Stunde ruhen lassen. Mit nassen Händen die vier bis fünf Teigportionen ausbrechen (jeweils etwa die Größe einer Dampfnudel) und auf einem bemehlten Brett zehn Minuten ruhen lassen. ln der Zwischenzeit wird für den Belag das Mehl mit Sauerrahm, Ei, Salz und den Gewürzen zu einem sämigen Teig verrührt. Die in Ringe geschnittenen, in etwas Butter angedünsteten Zwiebeln dazugeben. Zum Schluss noch etwas Schnittlauch oder Zwiebelrohr (im Winter: fein geschnittener Lauch) unterheben. Nun die Teigportionen mit bemehlten Händen in Form einer Pizza ausziehen (= auf bemehlte Fläche legen, flach drücken, über die Faust legen und am Rand ziehen), danach auf einen mit Mehl bestäubten Backschieber legen und den Belag aufstreichen. lm herkömmlichen Haushaltsbackofen bei 250° C einschießen.
    Backzeit: ca. 20 Minuten.

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