Sicher unterwegs im Herbst

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Die Polizei und der ADAC geben Tipps gegen die typischen Herbstgefahren auf den Straßenund für die Verkehrssicherheit von Fahrzeugen.

Aalen

Nasse Fahrbahnen, Laub auf den Straßen und Nebel erhöhen in den Herbstmonaten im Straßenverkehr das Unfallrisiko. Das bestätig Polizeisprecher Holger Bienert auf Nachfrage dieser Zeitung. Tipps, wie man mit saisonalen Gefahrensituationen umgehen kann und wie man sein Auto herbsttauglich macht, gibt Julian Häußler vom ADAC.

Schlechte Sicht

Die tief stehende Sonne, Nebel und Regen erschweren das sichere Fahren auf den Straßen. Die Schlussleuchte sollte dann zum Einsatz kommen, wenn die Sichtweite unter 50 Meter ist, so Häußler. "An den Leitpfosten am Straßenrand kann man sich orientieren. Sieht man lediglich bis zum Nächsten, sollte man die Schlussleuchte anmachen, da diese 50 Meter voneinander entfernt stehen", sagt er. Das Fernlicht sollte aber nicht eingeschaltet werden. "Dadurch sieht man meist noch schlechter, da es auf den Nebel leuchtet", erklärt Häußler.

Nasse Fahrbahn

Laub auf den Straßen und nasse Fahrbahnen bergen Gefahren. Die Polizei empfiehlt eine vorausschauende Fahrweise. "Der Bremsweg ist erheblich länger", erklärt Häußler dazu. Deshalb solle man langsamer Fahren und mehr Abstand halten.

Wildwechsel

"Gerade in Waldgebieten oder zur Dämmerung, sollte man die Augen offen halten", sagt Häußler. Hier könne es vermehrt dazu kommen, dass Wild die Straßen überquert. Auch hier gilt es, vorausschauend und vorsichtig zu fahren, so der ADAC-Experte.

Auto Herbst tauglich machen

Julian Häußler gibt zudem Tipps, wie sie Ihr Auto für den Herbst wappnen können.

Lichter prüfen

Scheinwerfer sollten getestet werden. "Man kann das Auto zum Beispiel so hinstellen, dass die Scheinwerfer auf die Garage zeigen. So sieht man, ob diese funktionieren", erklärt er. Zu prüfen sind: Rücklicht, Bremslicht, Scheinwerfer, Nebelscheinwerfer und Fernlicht.

Im Herbst ist vorausschauendes Fahren wichtig.

Holger Bienert Sprecher Polizeipräsidium Aalen

Winterreifen

"Die Faustregel für die Winterreifen ist Oktober bis Ostern", sagt Häußler. In Deutschland gibt es aber keine Winterreifenpflicht. "Was gilt, ist, dass man die passenden Reifen zu den Straßenverhältnissen haben muss", so Häußler.

Scheibenwischer

Ebenfalls wichtig ist die eigene Sicht. "Durch schmutzige Scheiben, streut sich das Licht und die Sichtverhältnisse sind deutlich schlechter", erklärt Julian Häußler. Heißt: alle Scheiben von Innen und Außen putzen. Beim Prüfen ob die Scheibenwischer noch ordentlich wischen, kann auch gleich getestet werden, ob die Scheibenwischflüssigkeit aufgefüllt ist. "Bis minus 15 Grad sollte das Mittel aushalten, heißt es sollte auch etwas Frostschutzmittel in das Scheibenwischwasser", rät der Experte.

Batterie prüfen

Wer bemerkt, dass sein Auto nicht mehr richtig anspringt, sollte nach der Batterie sehen lassen. "Wenn das Auto längere Zeit steh. Auch Kälte führt dazu, dass sich die Batterie entlädt", erklärt Häußler. Mit Ladegeräten oder in der Werkstatt lässt sich das prüfen. "Leere Batterien sind einer der häufigsten Gründe für einen Panneneinsatz", sagt der ADAC-Sprecher.

Was für Fahrradfahrer gilt

Auch für Zweiradfahrer gilt: sehen und gesehen werden.

"Die Beleuchtung am Fahrrad ist sehr wichtig", sagt Häußler. Vorder- und Rücklicht sowie Reflektoren sollten vorhanden und funktionsfähig sein.

"Wir empfehlen helle, am besten reflektierende Kleidung zu tragen", sagt er. Mit heller Kleidung erkenne man einen Fahrradfahrer aus bis zu 50 Metern Entfernung, bei dunkler Kleidung nur auf 25 Meter Entfernung. "Mit reflektierender Kleidung sieht man einen Radfahrer oder Radfahrerin sogar von 150 Meter Entfernung aus" sagt Häußler.

Ein Tipp für Pedelec-Fahrer: Den Akku an kalten Tagen in der Wohnung halten, so entlädt er nicht so schnell.

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