So impft der Ostalbkreis gegen Corona

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Vor Bläses Bericht im Kreistag am Dienstag: Erstimpfungen im Kreisimpfzentrum sind rückläufig.

Aalen. An diesem Dienstag will Landrat Dr. Joachim dem Kreistag einen Impfzwischenbericht vorstellen. Seit rund fünf Monaten läuft die Impfkampagne im Ostalbkreis. Es war zunächst ein holpriger Start. Am Silvestermorgen hat eine 96-jährige Bewohnerin im Pflegeheim St. Elisabeth in Aalen als erster Mensch im Ostalbkreis eine Impfung gegen das Corona-Virus erhalten. Mit einer Woche Verspätung hat dann am 22. Januar das Kreisimpfzentrum in Aalen eröffnet. Mit zunächst durchaus bescheidenen 80 Impfungen am Tag. Mittlerweile sind es etwa zehn Mal so viel.

Erstimpfungen im Kreisimpfzentrum weiter rückläufig

Zuletzt meldete das Landratsamt vergangene Woche 5019 weitere Erstimpfungen innerhalb einer Woche und 3623 weitere Zweitimpfungen. Damit ist die Zahl der Erstimpfungen im Kreisimpfzentrum nun schon die dritte Woche in Folge rückläufig. Die Zweitimpfungen verdreifachten sich allerdings innerhalb einer Woche. Somit werden nun die Ersttermine im Kreisimpfzentrum wieder knapper, da mehr Impfstoff für Zweitimpfungen benötigt wird. Auch die Landesregierung kritisiert, dass der Bund den Impfzentren keinen zusätzlichen Impfstoff zur Verfügung stellt, damit dort endlich unter Volllast geimpft werden kann.

Immer mehr Impfungen in den Arztpraxen

Voll eingebunden in die Impfaktion sind mittlerweile die Arztpraxen. In der Summe 30642 Erstimpfungen meldet die Kassenärztliche Vereinigung am Montag für den Ostalbkreis. Vor dem Feiertag vergangene Woche haben die rund 150 Vertragspraxen 2248 Erst- und Zweitimpfungen an einem Tag durchgeführt. Zum Vergleich: Im Kreisimpfzentrum sind es zwischen 800 und 1000 Impfungen.

Seit Montag haben niedergelassene Ärzte in Baden-Württemberg komplett freie Hand bei der Priorisierung. Sie sind nicht mehr an die staatliche Impfreihenfolge gebunden. Allerdings sieht die Strategie der Bundesregierung vor, vor allem Impfstoff von AstraZeneca („Vaxzevria“) und Johnson & Johnson („Janssen“) an die Arztpraxen zu liefern, während Biontech-Impfstoff („Cominarty“) vor allem an die Impfzentren gehen soll. Das bedeutet größtenteils für jüngere Menschen, für die BionTech empfohlen wird, auf die Impfzentren warten und hoffen. Oder sich nach Abwägung der Risiken mit einem anderen Impfstoff vom Hausarzt impfen lassen.

Tobias Dambacher

Im Impfzentrum in Aalen.

Rubriklistenbild: © dat

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