So kommen die Impfungen im Ostalbkreis voran

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Auch in der Impfbox werden Patientinnen und Patienten über die Impfung beraten.
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Nach der Stiko-Empfehlung bereits nach drei Monaten zu boostern, ist die Zahl der Berechtigten auf einen Schlag deutlich gewachsen. Ein Blick auf die Impfzahlen im Ostalbkreis nach Altersgruppen.

Das Robert Koch-Institut empfiehlt mittlerweile die Booster-Impfung bereits drei Monate nach der abgeschlossenen Grundimmunisierung. Groß ist die Sorge vor der hochinfektiösen Omikron-Variante, die vermutlich im Januar auch in Deutschland Delta als dominierende Variante ablösen wird. Doch wie gut kommen die Impfungen im Ostalbkreis voran?

Impfungen im Ostalbkreis in den Altersgruppen

Erstmals konnten wir Daten des RKI für den Ostalbkreis auch auf Basis von Altersgruppen auswerten. Zum besseren Vergleich betrachten wir die gesamte Impfkampagne im Kreis, aufgeschlüsselt nach Erstimpfungen, Zweitimpfungen und Booster-Impfungen. Wir haben die Daten aufbereitet und zeigen sie für die unterschiedlich impfberechtigten Altersgruppen. Dies ist deshalb wichtig, weil das RKI in seiner Impfempfehlung schreibt: „Wegen des höheren Risikos für einen schweren Verlauf von Covid-19 sollen ältere oder vorerkrankte Personen bei den Auffrischimpfungen unbedingt bevorzugt berücksichtigt werden.“

Wichtig zu verstehen ist, dass es sich bei diesen Zahlen um Impfungen im Ostalbkreis handelt. Menschen aus dem Ostalbkreis, die sich in einem anderen Landkreis haben impfen lassen, sind bei dieser Betrachtung nicht berücksichtigt.

Stiko-Empfehlung erhöht Zahl der Impfberechtigten deutlich

Gehen wir nun also davon aus, dass alle, die sich im Ostalbkreis haben zweitimpfen lassen, dort auch ihre Boosterimpfung abholen lassen möchten, bedeutet dies Folgendes: Etwa 38.000 Boosterimpfungen gab es für die Altersgruppe Ü60 mit Stand 20. Dezember. Boosterberechtigt sind alle Zweitgeimpften vor drei Monaten und davor. Somit wären das im Ostalbkreis alle vor dem 20. September – den Zahlen zufolge also rund 50.000 Menschen. Eine Boosterlücke von 12.000, die jetzt auf einen Schlag berechtigt sind, sich die dritte Impfung zu holen. Vor der geänderten Impfempfehlung war der Ostalbkreis quasi im Plan. Bedeutet: Das Impftempo muss anziehen.

Bei der Altersgruppe der 18- bis 59-Jährigen sieht es so aus: Rund 32.000 haben sich im Ostalbkreis bereits boostern lassen. Impfberechtigt sind seit dieser Woche rund 85.000, deren Zweitimpfung drei Monate oder länger her ist. Mit dem alten Impfabstand von sechs Monaten wären es erst rund 35.000 Personen gewesen.

Das bedeutet also auch jetzt wieder, wie zu Beginn der Impfkampagne: Ältere konkurrieren mit Jüngeren um eine Boosterimpfung. Die gute Nachricht: Geht es rechnerisch in diesem Tempo weiter, könnten in etwa zwei Wochen alle Menschen über 60 Jahren geboostert sein, die berechtigt wären.

In der Altersgruppe darunter würde es Stand jetzt mit diesem Tempo aber schon eineinhalb Monate dauern – hinzukommen dann allerdings weitere Anspruchsberechtigte, da die Erst- und Zweitimpfungen in dieser Altersgruppe nach wie vor leicht steigen und auch die Impfungen bei Minderjährigen langsam anziehen. Immerhin rund 8500 12- bis 17-Jährige haben sich im Ostalbkreis bereits eine erste Impfung geholt - das entspricht in etwa der Hälfte dieser Altersgruppe im Ostalbkreis.

Die Impfquote im Ostalbkreis

Doch wie viele Menschen im Ostalbkreis sind jetzt bereits gegen das Coronavirus geimpft? Das Sozialministerium liefert Zahlen. In diesen Zahlen sind auch Ostälbler erfasst, die sich in anderen Landkreisen haben impfen lassen - deshalb sind die Quoten nicht mit den obigen Impfdaten aus dem Ostalbkreis vergleichbar. Demnach sind bis zum 19. Dezember im Ostalbkreis rund 66 Prozent grundimmunisiert, geboostert rund 30 Prozent.

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