So sieht es auf dem Arbeitsmarkt im Ostalbkreis aus

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So sieht es auf dem Arbeitsmarkt im Ostalbkreis aktuell aus.
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Mitglieder des Ausschusses für Arbeit und Grundsicherung sprechen über die Arbeitslosigkeit im Kreis. Kurzarbeit könnte (für einige Branchen) wieder Thema werden.

“Wir konnten gute Arbeitsmarktaktivitäten vermelden.“

Thomas Koch, Geschäftsführer Jobcenter

Aalen

Wie ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Ostalbkreis? Dies war Thema in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Arbeit und Grundsicherung. Mit dabei: Thomas Koch, Geschäftsführer des Jobcenters. „Die Corona-Krise ist zwar nicht spurlos an uns vorüber gegangen, aber sie ist eher in der Kurzarbeit als in Arbeitslosigkeit zu spüren“, sagte Koch.

Etwa 5800 Arbeitslose habe es im September gegeben, bilanzierte er. Das seien 21 Prozent weniger als zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr und rund fünf Prozent weniger als im August 2021. „Wir können gute Arbeitsmarktaktivitäten vermelden.“

Wichtig ist dem Geschäftsführer, dass Jugendliche eine Arbeit finden. „Wir achten darauf, dass Jugendliche nicht ohne Perspektive dastehen“, betonte er. Die Arbeitslosigkeit bei Menschen zwischen 15 und 25 Jahren habe sich im September im Vergleich zum Vorjahresmonat um 34 Prozent verringert. Heißt laut Vorlage: 117 junge Menschen im Kreis sind arbeitslos. Ein Blick in die Unterlagen zeigt: Die Jugendarbeitslosigkeit hat in diesem Jahr den niedrigsten Septemberstand seit 2012 (mehr zu diesem Thema finden Sie im Artikel nebenan).

Eine Herausforderung für die Mitarbeitenden des Jobcenters seien Langzeitarbeitlose, sagte Koch. Im Vergleich zum September 2020 gebe es 302 mehr Langzeitarbeitslose, damit ergebe sich ein Gesamtwert von rund 1640 Langzeitarbeitslosen im Kreis. Für Arbeitssuchende werden Qualifizierungen angeboten. Es sei eine Herausforderung, Menschen bei einem florierenden Arbeitsmarkt dazu zu bewegen, ein solches Angebot anzunehmen. Wichtig sei, die Lust am Lernen zu wecken. Denn diese Menschen hätten jahrelang nicht gelernt, sagte Koch.

Da sagten die Rätinnen und Räte: Manfred Fischer (CDU) und Elmar Hägele (Die Grünen) hoffen, dass die örtliche Wirtschaft den Transformationsprozess meistern kann. Dazu merkte Koch an: „Wir spüren eine große Wanderbewegung auf dem Markt. Junge Menschen wechseln zu Unternehmen mit besseren Zukunftsprognosen.“

Cynthia Schneider (Linke) ging auf die Kurzarbeit ein. Aufgrund eines Lieferkettenproblems müssten einige Metallfirmen im Kreis Kurzarbeit anmelden. Auch eine Firma, die mit Stoffen arbeitet, warte auf Ware aus China. “Eine kleine Delle wird es noch geben“, sagte sie. Koch stimmte zu.

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