So ticken junge Leute auf der Ostalb

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SDZ-Druck und Medien hat die Ergebnisse der Regionalstudie „Was bewegt Dich? Lass es uns wissen!“ in eine Broschüre gegossen.
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Kreisverwaltung, Hochschule Aalen und SDZ-Druck und Medien präsentieren die Broschüre zur Studie „Was bewegt Dich? Lass es uns wissen!“ an der Menschen zwischen 14 und 39 teilnahmen.

Aalen. Wie ticken junge Leute? Was wünschen sie sich? Wie sehen sie ihre Zukunft? Wo drückt sie der Schuh? Der Landkreis will das genau wissen, hat nachgefragt und die Regionalstudie „Was bewegt Dich? Lass es uns wissen!“ gestartet. Mit im Team war SDZ-Druck und Medien, in der unter anderem Gmünder Tagespost und Schwäbische Post erscheinen.
Zwischen dem 16. November 2020 und dem 31. Dezember 2020 haben 2028 Menschen im Alter zwischen 14 und 39 Jahren online 33 Fragen beantwortet. Das Ergebnis präsentierten die Leiterin des Kreis-Bildungsbüros, Hermine Nowottnick, und die Studienberaterin an der Hochschule Aalen, Miriam Bischoff, Landrat Dr. Joachim Bläse und Hochschulrektor Professor Dr. Gerhard Schneider in dessen Büro.
Am Ende steht eine Broschüre, designt in der SDZ-Layoutwerkstatt, die die Resultate auch optisch auf den Punkt bringt. So freut es Professor Schneider, dass sich die Befragten mehr Digitalisierung, vor allem in der Bildung wünschen. Sieht er auf diesem Felde doch eine der Kernkompetenzen „seiner“ Hochschule. Gefreut hat sich der bekennende Zeitungsleser Schneider auch darüber, dass sich die Befragten über lokales Geschehen weiter primär über die Lokalzeitung informieren.

Tipps für die Hochschule

Dass die Befragten bei Berufsorientierung oder Studienwahl vor allen anderen Informationsquellen auf den Rat der Familie und von Freunden setzen, führt Schneider zur Erkenntnis, „dass wir bei unserem Werben künftig noch stärker auch auf das direkte Umfeld der Studentinnen und Studenten eingehen müssen“.
Aussagekräftig und mit spannenden Aspekten gespickt sei die Studie, gratuliert Schneider. Eine Hochschule allein könne so etwas nicht stemmen, aber als Partner sei man hier gerne mit im Boot, bedankt er sich.
Landrat Dr. Bläse ist ebenfalls zufrieden. Der hohe Stellenwert von Nachhaltigkeit, Ökologie, Chancengleichheit oder sozialer Gerechtigkeit, den die Befragten ausgedrückt haben, bestätigt ihn in seinem politischen Handeln. Hat er doch just diese Themen zu primären Handlungsfeldern seiner ersten Amtszeit erkoren.

Digitalisierung und Ökologie

Besonders gefreut hat sich der Landrat auch darüber, dass die Befragten keinen Widerspruch zwischen Nachhaltigkeit oder Klimaschutz und Digitalisierung empfinden. „Grünes Mindsetting ohne Technologiefeindlichkeit“ - das sei eine gute Perspektive für die Zukunft der Ostalb meint auch Professor Schneider.

Rekord: über 2000 Antworten

Über 2028 Rückmeldungen, so viel habe kein anderer Landkreis geschafft, sagt Hermine Nowottnick. Für Miriam Bischoff ist dies Resultat intensiver Werbung. Auch SchwäPo und GT haben die Umfrage gepusht und selbst Fragen dazu beigesteuert. „Junge Leute wollen mitreden, und dass ihre Anliegen gehört werden“, konstatiert Hermine Nowottnick. Sie betont, dass es nun an die intensive Auswertung der Daten gehe. Ein Vergleich mit der Jugendstudie von 2018 sei angezeigt, um Trends zu erkennen. Die Broschüre gebe einen Grobüberblick, wolle eine Kommune aber Daten über sich, sei dies möglich, sagt Miriam Bischoff. „Die Datentiefe ist immens.“

Das Fazit - ausgewählte Bereiche

Die Studie lässt eine Einschätzung darüber zu, welche Kanäle die Befragten nutzen, um sich zu informieren, was ihnen in den Bereichen Umwelt und Bildung wichtig ist und was sie sich von Entscheidern aus Politik, Bildung und Wirtschaft erwarten.

Berufsorientierung: Bei Studien- und Berufswahl spielen persönliche Kontakte die entscheidende Rolle, aber auch das Bedürfnis, Berufe durch Praktika hautnah zu erleben.

Corona: Die Einflüsse durch Corona auf die persönliche Lebens- und Arbeitssituation sind individuell. Vor allem die schulische und berufliche Situation hat für viele die Lern- und Arbeitsbedingungen verschlechtert. Vielen fehlt die Abgrenzung zur Freizeit. Persönliche Beziehungen, Sport und Hobbys haben so einen höheren Stellenwert erhalten.

Lebensort : Vor allem Schülerinnen und Schüler können sich eine Zukunft im Ostalbkreis sehr gut vorstellen.

Zukunftsthemen : Umwelt Klimawandel, Nachhaltigkeit, Gesundheit, Gerechtigkeit und Chancengleichheit - das sind die wesentlichen Zukunftsthemen für die Befragten. Sie haben viele Ideen, wie sie ihren persönlichen ökologischen Fußabdruck verbessern können, aber auch konkrete Wünsche, wie Politik und Verwaltung auf diese Themen Einfluss nehmen sollten.

Bildung : Für den Bildungsbereich wünschen sich junge Menschen eindeutig ein Vorantreiben der Digitalisierung und eine Anpassung des Schulsystems.

Social Media: Whatsapp, you-Tube und Instagram bleiben beliebteste Anwendungen. Über das lokale Geschehen informieren sich die Befragten aber primär über Zeitung, Radio und Fernsehen.

  • Broschüre
  • Die Broschüre zur Studie will der Landkreis auf seine Homepage www.ostalbkreis.de unter der Rubrik Bildungsbüro einstellen. Die Printversion ist ab Dezember bei der Hochschule Aalen, Kreisverwaltung, bei Gmünder Tagespost und Schwäbischer Post zu haben.
Von links: Hochschulleiter Professor Dr. Gerhard Schneider, Studienberaterin Miriam Bischoff, Kreis-Bildungsbüro-Chefin Hermine Nowottnick und Landrat Dr. Joachim Bläse bei der Präsentation.

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