SPD zu Kliniken: Bürger und Personal an Standortdebatte beteiligen

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Bis zum Sommer soll die Zukunft der Kliniken beschlossen werden.

Bürgerbeteiligung beim Prozess der Klinikentwicklung erforderlich, so der SPD-Kreisvorstand.

Aalen-Wasseralfingen. Der SPD-Kreisvorstand hat sich in Wasseralfingen mit dem Thema der Gesundheitsversorgung im Ostalbkreis beschäftigt. Das Gremium hat unterstrichen, dass bei den jetzt bekanntgewordenen Plänen zur Reform der Krankenhausstruktur die Bürgerbeteiligung ein ganz wesentlicher Punkt sei. „Mit der Klinikreform ändert der Landkreis seine bisherige Strategie. Es werden langfristig für die Menschen wirksame Weichenstellungen in der Gesundheitsversorgung vorgenommen. Da ist es für uns selbstverständlich, dass eine breite Bürgerbeteiligung und öffentliche Diskussion der Planungen dazugehört“, sagte die SPD-Kreisvorsitzende Sonja Elser.

Insgesamt zeigten die bis jetzt bekanntgewordenen Pläne, dass auf die Probleme Personalmangel und entstehender Defizite mit einer Anpassung der Strukturen an die schwierigen Realitäten des derzeitigen Gesundheitssystems reagiert werden soll. Schon die bisherigen Bemühungen durch den organisatorischen Zusammenschluss zu einem gemeinsamen Klinikum waren von diesem Grundsatz geleitet.

Grundsätzlich erneuerte der SPD-Kreisvorstand seine Kritik an den derzeitigen Finanzierungsregularien im stationären Bereich. Mit der Einführung der fallbezogenen Abrechnung seien die Strukturen darauf ausgerichtet worden, dass sich Gesundheit „rechnet“. Hier sei ein umfassendes Umdenken erforderlich. Leider habe sich auch das Land „schon lange“ von seiner finanziellen Mitverantwortung für eine flächendeckende, stabile Krankenhaus-Versorgungsstruktur verabschiedet und müsse in die Pflicht genommen werden.

Die SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Dr. Carola Merk-Rudolph, bekräftigte: „In einem großen Flächenlandkreis ist die tatsächliche Erreichbarkeit für eine gute medizinische Infrastruktur enorm wichtig. Davon müssen alle profitieren und es gelten deshalb andere Maßstäbe als in verdichteten Räumen“, so Merk-Rudolph. Was im jetzt bevorstehenden Entscheidungsprozess nicht passieren dürfe, sei eine aufbrechende Konkurrenz der Raumschaften. Die SPD fordert ebenfalls weiterhin eine enge Kooperation mit den Personalvertretungen: „Die Einbindung der Beschäftigten der Kreis-Kliniken ist für uns als SPD zentral“, so der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Jakob Unrath.

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