Stabsstelle Klimaschutz beantragt

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Landratsamt Ostalbkreis

Aalen. Am Dienstag, 27. Juli, berät der Kreistag über die Einrichtung eines Referats für Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Auch Umweltverbände sollten über einen Beirat eingebunden werden, meint der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) und fordert zuerst eine kritische Bestandsaufnahme.

In einer Pressemitteilung übt die Umweltorganisation heftige Kritik. Die 2010 beschlossenen Klimaschutzziele seien krachend verfehlt, die mit dem integrierten Klimaschutzkonzept 2012 angestrebte Vorbildfunktion für die Kommunen nicht wahrgenommen worden. Die Erfolgskontrolle habe man nach wenigen Jahren eingestellt.

Nach der amtlichen Statistik des Landes wurden gerade einmal drei Prozent Kohlendioxid im Ostalbkreis eingespart, von 2010 bis 2017. Geradezu katastrophal sei der Anstieg des CO2-Ausstosses beim Verkehr. Für den BUND eine direkte Folge der auch vom Ostalbkreis zu verantworteten Straßenbaupolitik.

„Mit dem stetig steigenden motorisierten Individual- und Schwerlastverkehr ist keine CO2-Reduktion zu erzielen. Das völkerrechtlich festgeschriebene Ziel im Pariser Klimaabkommen, den Temperaturanstieg auf 1,5 °C zu begrenzen, wir so niemals erreicht“, heißt es in der E-Mail des BUND.

Neue Ziele festschreiben

Erfolge seien beim Ausbau der erneuerbaren Energien und bei der energetischen Sanierung kreiseigener Liegenschaften erzielt worden, doch bei weitem nicht genug. „Hier müssen heute verbindliche Ziele festgeschrieben werden, die mindestens dem Standard der EU von 'Fit for 55' entsprechen“, heißt es weiter.

„Wir müssen Klimaschutz zur Chefsache machen“, so BUND Regionalverbandsvorsitzender Werner Gottstein. “Wir fordern daher eine Stabsstelle Klimaschutz, die direkt beim Landrat selbst angesiedelt ist.“

Den entsprechenden Antrag, Referats für Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Landratsamt einzurichten, hat die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen gestellt.

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