Tägliche Freude beim Blick auf die Wasserflächen

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Eine wahre Pracht: Rosen, Stauden, Büsche und Bäume für die Gartengestaltung.

"Unser Garten – so schön wie nie". Ingrid Pfeiffer freut sich über die Seerosen. Über Jahrzehnte hinweg hat sie sich ihren Traum realisiert

Aalen

Essen mit Seeblick: da kommt Urlaubsstimmung auf. Ingrid Pfeiffer aus Aalen muss dazu nicht einmal wegfahren, sie kann das zuhause genießen. Sie freut sich täglich über den Blick vom Esstisch auf die kleine "Drei-Seen-Landschaft" in ihrem Garten. Den Traum hat sie sich über Jahrzehnte geschaffen. "Alles selbst gemacht, ohne Gärtner", sagt Ingrid Pfeiffer, die in ihrem Hobby "eine unerschöpfliche Quelle der Freude und Kreativität" sieht. Das sei gerade jetzt in Coronazeiten ganz besonders wertvoll.

Und so begann die Gartenfreude: 1971 hat Ingrid Pfeiffer mit ihrer Familie das Haus in Aalen bezogen. In den ersten Jahren dient die Freifläche erst einmal als Fußballwiese für die beiden Söhne. Bald reifen andere Ideen. "Mein Mann ist in der Nähe des Bodensees aufgewachsen, hat hier immer den Seeblick vermisst", erinnert sie sich. "Eines Tages habe ich ein Loch für unseren ersten Teich ausgehoben." Die Wände wurden mit Glasmosaik ausgelegt, das Revier für die Goldfische war fertig. Die Rechnung hat sie aber ohne die Katze aus dem Quartier gemacht: "Die hat natürlich die Goldfische geholt." Für Abhilfe sorgten große Steine rund um den Teich. Bald war die Zeit reif für einen zweiten Teich und Nummer drei war eine Geburtstagsüberraschung für ihren Mann. Während er in Kur war, entstand die neue Wasserwelt, die "Drei-Seen-Landschaft" war geboren.

Die glitzernden Wasserflächen sind seither nicht nur eine Augenweide für Familie und Besucher, sie locken die Tierwelt an. Ein toller Anblick war für Ingrid Pfeiffer der Besuch eines Eisvogels, der sich auf die Figur neben dem Teich gesetzt und von dort aus seinen Tauchgang unternommen hat. Den Fischdiebstahl nahm sie dem schillernden Vogel nicht übel. Fischreiher im Teich sieht sie aber nicht so gerne, die stellen sich ins Wasser und holen gleich viele Tiere. Zum Glück vermehrten sich die Fische immer rasch wieder. Ist aber erst einmal die Fläche von Seerosen bedeckt, bleiben die Fischräuber aus.

Die schönste Zeit im Jahr ist dann angebrochen, von der Blütenpracht auf dem Wasser kann sie sich gar nicht sattsehen. Dafür kann sie auf andere Erfahrungen mit dem Teich gerne verzichten. "Neben dem Teich ist ein kleiner Hügel. Ich stand dort, es war etwas rutschig und ich nahm ein unfreiwilliges Bad."

Das Gewässer ist der Mittelpunkt, ohne die vielen Blumen und Büsche wäre der Garten aber nicht komplett. Ingrid Pfeiffer beschäftigt sich viel mit Ikebana, der japanischen Kunst des Blumenarrangierens. "Deshalb hat mein Garten auch ein wenig japanischen Touch. Drei rote Fächerahorn zieren die Landschaft, auch Bambus kommt vor und eine Steinbrücke versprüht den Charme des Fernen Ostens.

Bei mir kommt kein Gift in den Garten.

Ingrid Pfeiffer

Kein Angebot an Schnecken

An anderer Stelle kommen Urlaubserinnerungen zum Vorschein. Eine Algave, einst aus dem Urlaub in Kreta als Ableger im Handgepäck mitgenommen, hat sich in Aalen prächtig vermehrt. Ein Rundgang führt zu weiteren Erinnerungsstücken: Stelen aus Stein, Geschenk an Ingrid Pfeiffer zu einem runden Geburtstag.

Der Garten ist für Ingrid Pfeiffer aber auch ein Ort stetiger Veränderung. Dabei spielen auch Natur und Nachhaltigkeit eine Rolle. "Bei mir kommt kein Gift in den Garten", sagt sie. Rettungsaktionen für den Buchs hat sie nie unternommen. "Den Buchs habe ich komplett entfernt." Nicht im Traum denkt sie daran, Schnecken mit Gift aus dem Garten zu vertreiben. Lieber verzichtet sie auf die Lieblingskost der Kriechtiere. So kommen Rittersporn oder Dahlie nicht vor, dafür Lavendel oder Rosen, "da freuen sich die Schnecken nicht". Freude für Bewohner und Nachbarn bereiten dafür Beerenhecken. Himbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren bilden eine gemeinsame Hecke, jeder hat Zugriff. Und die empfindlichen Küchenkräuter wachsen bei Ingrid Pfeiffer auf dem Balkon. Schneckenfrei.

Bei aller Arbeit im Garten: Es gibt auch Ruhezeiten. "Relaxen kann ich prima in der Nestschaukel unterm Kirschenbaum, in der lauschigen Sitzecke unter dem Mirabellenbaum, beim Naschen von Beeren und Früchten, beim Pflücken von Blumensträußen."

Drei Gartentipps von Ingrid Pfeiffer: - Die Wasserzufuhr für den Teich lässt sich auch über das Regenwasser regeln. Ein unterirdisch verlegtes Rohr führt Wasser vom Fallrohr direkt in den Teich. - Läuse auf Rosen lassen sich mit Spülmittel entfernen. Mehltau auf Blättern: Da erzielt die Hobbygärtnerin Erfolge, wenn sie mit Milch spritzt.

Drei Gewässer sind der Mittelpunkt in Ingrid Pfeiffers Garten. Ein bisschen liegt das auch an ihrem Mann, der in der Nähe des Bodensees aufgewachsen ist.
Herrliche Seerosen beginnen jetzt zu blühen.

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