Task-Force Ukraine: Ostalbkreis sammelt Wohnraum-Angebote

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Symbolbild Landratsamt. Der Ostalbkreis bereitet sich auf eine unklare Anzahl von Menschen vor, die derzeit das Kriegsgebiet in der Ukraine verlassen.

Das Landratsamt hat eine E-Mail-Adresse eingerichtet, unter der Meldungen zum Wohnraum angenommen werden. 

Aalen. Die Task-Force Ukraine unter Leitung von Landrat Dr. Bläse hat am Montag, 28. Februar, ihre Arbeit aufgenommen, das teilt das Landratsamt in einer Pressemitteilung mit. In diesem Auftaktgespräch strukturiert der Landkreis seine verfahrensleitende Funktion in enger Abstimmung mit dem Land und dessen Landesstrukturen. Am Dienstag fand eine Abstimmungsrunde mit den 42 Städten und Gemeinden des Landkreises statt. Das wichtigste Thema ist das Generieren von Wohnraum für ukrainische Kriegsflüchtlinge. Es wurde vereinbart, dass die Städte und Gemeinden zunächst selbst Aufrufe zur Wohnraumsuche starten und diese Angebote sammeln. Zusätzlich unterstützt die Task-Force Ukraine des Landkreises mit der eingerichteten E-Mail-Adresse, unter der auch Meldungen angenommen werden: wohnraum-ukraine@ostalbkreis.de

Task-Force Ukraine des Landkreises tagt am Freitag erneut

Abzuwarten bleibt die Klärung der rechtlichen Lage. Am Donnerstag steht die Entscheidung, ob die Massenzustrom-Richtlinie EU-weit aktiviert wird, auf der Tagesordnung der EU-Innenministersitzung in Brüssel. Die Richtlinie besagt eine EU-weit koordinierte Aufnahme einer großen Zahl von Flüchtlingen außerhalb des individuellen Asylverfahrens und des Dublin-Verfahrens. „Wir wären froh, wenn diese Richtlinie aktiviert wird und wir alle zügig eine rechtliche Sicherheit hätten wie es weitergehen kann“, so Landrat Dr. Joachim Bläse in der Pressemitteilung. 

Derzeit sammelt der Landkreis keine Sach-und Geldspenden

Im Bereich Sach-und Geldspenden haben sich die Kommunen und der Landkreis darauf geeinigt, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Spenden über den Kreis oder die Kommunen gesammelt werden, da im Landkreis aktuell noch keine ukrainischen Flüchtlinge untergebracht sind, weshalb aktuell Spenden noch nicht zweckgerecht verwendet oder eingesetzt werden können. Viele der Geflüchteten befinden sich aktuell noch in Nachbarländern und auch Menschen in der Ukraine benötigen Hilfe. Es gibt zahlreiche Spendenaufrufe von großen Organisationen und auch Privatpersonen, die unterstützt werden können. Zu einem späteren Zeitpunkt kann es sein, dass die Kommunen und der Kreis einen Spendenaufruf starten werden. Dies wird dann öffentlich bekannt gegeben.

 

Die Task-Force Ukraine des Landkreises tagt am Freitag erneut nach der EU-Innenministersitzung, um weitere Schritte zu besprechen.

Bläse fügt hinzu: "Bei der Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten seitens der Städte und Gemeinde sind wir als Kreis auch an größeren Liegenschaften bzw. Gebäuden interessiert. Damit würde eine gewisse Flexibilität entstehen." Derzeit sind einige Privatinitiativen wie z. B. am Schönblick gestartet bzw. geplant. Wichtig ist, dass solche Überlegungen vorab und frühzeitig mit den Kommunen abgestimmt werden, damit die wichtigen Punkte wie Unterbringung und ggf. Unterstützung vorab besprochen werden können. Das hat sich gerade auch bei der Initiative des Schönblick gezeigt, so Landrat Bläse. 

 

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