Tipps und Tricks gegen das lästige Bsss am Esstisch

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Kaum wollen wir in diesem Sommer draußen etwas essen oder trinken, kommen ungebetene Gäste - Wespen. Hier machen sich die gelb-schwarzen Insekten genüsslich über süßes Apfelmus und Kaiserschmarrn her.
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Mit welchen Hausmitteln man Wespen vertreiben kann und zu welchen Verhaltensregeln der NABU im Umgang mit Wespen rät.

Aalen

Sommerzeit ist Wespenzeit – ob beim Frühstück, Mittagessen oder beim Kaffee und Kuchen: Jetzt schwirren sie wieder in Scharen auf dem Balkon oder der Terrasse. Ganz schön aufdringlich und lästig können diese ungebetenen Besucherinnen sein. Aber wie schafft man es, die Insekten vom Grillen oder Kaffeekränzchen im Freien fernzuhalten – und vor allem nicht gestochen zu werden? Wir haben einen Leseraufruf gestartet und gefragt, mit welchen Hausmitteln man die fliegenden Plagegeister vertreiben kann.

Was gegen Wespen hilft:

Auf der Facebook-Seite von SchwäPo und Gmünder Tagespost haben uns Leserinnen und Leser geschrieben, mit welchen Tricks sie die Wespen fernhalten. Tanja Ra hat eine originelle Idee. "Altes Kaffeepulver aus dem Vollautomaten im Aschenbecher anzünden", schreibt sie auf Facebook. Dany Mundt stimmt ihr zu: "Ich habe das gebrauchte Pulver nicht zum Brennen gebracht, aber frisches Kaffeepulver anzünden, hilft tatsächlich sehr gut." Den "ultimativen Tipp" haben Heike Häbe und Moniky Folly – mit einer wassergefüllten Sprühflasche Regen simulieren. Gewürznelken oder Kupfermünzen halten die schwarz-gelben Insekten angeblich auch fern, schreiben Hildegard Lutz und Matthias Miske.

Falls sich doch eine Wespe an den gedeckten Tisch verirrt, weiß die NABU-Beauftragte für Hummeln, Wespen und Hornissen, Sarah Adelmann, wie der friedliche Umgang mit gelingt. "Falls sich Wespen nähern, sollte man die Tiere nur sanft wegschieben", empfiehlt sie. Außerdem gilt: stehst Ruhe bewahren. Und in keinem Fall die Wespen anpusten. Denn das im Atem enthaltene Kohlendioxid gilt als Alarmsignal für die Tiere und versetzt sie in Angriffshaltung.

Was tun beim Stich?

"Wenn man trotzdem mal von einer Wespe gestochen worden ist", so Sarah Adelmann, "sollte man den Stich schnell kühlen." Bei gesunden Menschen heilt die druckempfindliche Hautschwellung an der Einstichstelle nach dem anfänglich ziehenden Schmerz wieder ab. Bei Stichen im Mund-Rachenbereich oder bei Allergieverdacht sollte allerdings umgehend ärztliche Hilfe geholt werden. Ohnmacht, Schwindel oder Übelkeit sind Symptome einer allergischen Reaktion. "Personen mit bekanntermaßen allergischen Reaktionen gegenüber Wespenstiche erhalten Erste-Hilfe-Ausrüstungen und Medikamente von ihrem Arzt", weiß Sarah Adelmann.

Wespennester im Garten

Wespen- oder Hornissennester im eigenen Garten sind nicht gleich ein Grund zur Sorge, meint Adelmann. Sie rät: "Bevor man den Schädlingsbekämpfer ruft, der das Nest mit Gift abtöten wird, sollte man sich erst von einer naturschutzorientierten Fachperson beraten lassen, ob nicht doch ein Miteinander von Mensch und Wespenstaat möglich ist. Denn Wespen sind niemals grundlos aggressiv, sondern stechen nur zur Verteidigung des Nestes und ihres eigenen Lebens."

Eine Umsiedlung könne erfolgen, wenn dringende Gründe vorliegen. Dies könnte etwa ein im Haus wohnender Allergiker sein. Dafür ist eine Genehmigung der örtlichen Unteren Naturschutzbehörde, also dem Landratsamt, erforderlich. Denn Wespen sind laut Bundesnaturschutzgesetz – wie alle wild lebenden Tiere – geschützt.

Hornissen gelten sogar als besonders geschützt. Das gilt nicht nur für die lebenden Tiere, sondern auch für ihre Nester, Eier und sogar ihre Ruhestätten. Also auch ein totes Nest darf – streng betrachtet – nicht abgenommen werden.

Brennendes Kaffeepulver soll Wespen fernhalten. Wenn das nicht der Rauch macht, dann der intensive Duft.

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