Der Blog vom Naturfotografen

Tipps vom Naturfotografen: Die Haubentaucher haben Nachwuchs

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Tobias Gärtner bloggt für diese Zeitung über sein Hobby: Naturfotografie.

Tobias Gärtner ist Hobby-Naturfotograf. Sein Revier ist die Ostalb. In unserem Blog „Tobias‘ Naturfotografie“ berichtet er von seinem Hobby und gibt nützliche Tipps, was bei der Wildtier- und Naturfotografie zu beachten ist. Im zweiten Teil: juvenile Haubentaucher.

Von den diesjährigen, insgesamt drei Haubentaucher-Paaren am See hatte eines ihr Brutgeschäft bereits seit ein paar Wochen abgeschlossen. Der Nachwuchs schon etwas größer und selbstständiger, aber immer noch so jung, damit er sich im Umkreis der Elterntiere aufhält. 

Den Klang der juvenilen Vögel prägt man sich relativ schnell ein, so dass man sie oftmals bereits hört bevor man sie überhaupt sieht.

Beobachtet man sie zudem aufmerksam, lässt sich erkennen in welchen Bereichen des Sees sie sich regelmäßig aufhalten.

Ein Ansitz ist zwar nicht so erfolgsversprechend wie wenn sich irgendwo ein Nest als Fixpunkt und regelmäßige Anlaufstelle befindet, aber da sie immer wieder die gleichen Strecken schwimmen und dieselben Ecken aufsuchen, ist es einen Versuch für einen Ansitz allemal wert.

Da die Aussichten auf Erfolg nicht allzu hoch waren, hielt sich der Aufwand für die Vorbereitung dieser Ansitze in Grenzen.

Die Wathose konnte zuhause bleiben und ich suchte mir etwas bequemere Plätze, an den eher flachen Uferbereichen. So hatte ich trotzdem die Möglichkeit eine möglichst tiefe Position einzunehmen, ohne dass ich hierfür wieder ins Wasser musste.

Diese drei bis vier Ansitze waren jedoch nicht sonderlich aufregend. Vereinzelt zog ein Blässhuhn oder eine Reiherente vorbei. Immer mal wieder tatsächlich auch ein junger Haubentaucher. Meist aber zu weit weg oder an Stellen, mit zu vielen Ästen und Bäumen drumherum.

Ein paar ganz wenige Momente gab es, wo der Bildhintergrund, das Licht und die Situation an sich eine Gelegenheit für Fotos bot.

Hierfür waren allerdings das 500mm Teleobjektiv, der 1,4x Telekonverter und meine APS-C Kamera „Nikon Z50“ mit Ihrem 1,5x Crop-Faktor notwendig, um auf eine maximale Brennweite von 1050mm (auf Kleinbildformat gerechnet) zu kommen und um so zumindest ansatzweise die Bilder machen zu können, welche ich mir erhofft hatte.

Unterm Strich sind nicht die Fotos entstanden wie ich sie mir zuvor gedanklich ausgemalt habe, völlig unzufrieden war ich aber trotzdem nicht.

Schließlich war es mein erstes Mal überhaupt, dass ich diesen Nachwuchs, mit seiner spannenden Farbgebung im Kopfbereich, beobachten und fotografieren durfte.

Es war toll zu sehen, wie sie mit ihren Eltern interagieren und sich anderen Vögeln gegenüber verhielten, wenn diese ihre Wege kreuzten.

Haubentaucher-Jungvogel im Wasser.
Haubentaucher-Jungvogel im Wasser.

Für diese Fotos kamen zum Einsatz:

Technik: Nikon Z6II oder Nikon Z50 + Nikon 500mm f4 G ED VR + 1,4x Telekonverter + Stativ

Kleidung / Tarnung: Kleidung in gedeckten Farben + größeres Tarnnetz zum vor mir Aufspannen + Gesichtsmaske + Handschuhe

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