Tödliche Unfälle: Polizei warnt wieder vor betrügerischen Schockanrufen

+
Betrugsmasche übers Telefon nehmen aktuell wieder zu: Anrufe von Europol, Interpol oder dem Bundeskriminalamt. Oder Schockanrufe.

Aktuell kommt es im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Aalen wieder vermehrt zu Anrufen durch Betrüger.

Mit Schockanrufen versuchen Betrüger derzeit arglose Bürgerinnen und Bürger um ihr Hab und Gut zu bringen. Das meldet die Polizei in Aalen. Vermehrt gingen derartige Anrufe in den vergangenen Tagen im Landkreis Schwäbisch Hall und im Rems-Murr-Kreis ein. Während viele Bürgerinnen und Bürger bereits ausreichend sensibilisiert sind und die Anrufer und deren Absichten schnell durchschauten, waren die Betrüger dennoch in mindestens drei Fällen erfolgreich.

Ein 79-Jähriger aus Weinstein wurde am Donnerstag von den Tätern angerufen. Ihm wurde vorgegaukelt, dass seine Tochter bei einem Unfall ein 8-jähriges Mädchen tödlich verletzt hätte. Um eine Untersuchungshaft abzuwenden, könne der Angerufene eine Kaution hinterlegen. Diese sei auf 35.000 Euro festgesetzt. Da der Mann nicht so viel Bargeld zur Verfügung hatte, übergab er einem männlichen Abholer in Stuttgart letztlich Schmuck im Wert von rund 14.000 Euro. Auch ein 80-jähriger Senior aus Backnang wurde um einen fünfstelligen Bargeldbetrag betrogen. Auch hier machten die Anrufer ihrem Opfer weis, dass seine Tochter bei einem Verkehrsunfall eine Person tödlich verletzt hätte und nun eine Kaution zu entrichten wäre, damit die Tochter nicht in Untersuchungshaft müsse. Mit derselben Masche wurde ein 85-jähriger Mann aus Crailsheim hereingelegt. Dabei machten die Täter Beute im Wert von mehreren tausend Euro.

Die Polizei weist darauf hin

- Sprechen Sie niemals mit unbekannten Anrufern über ihre
Vermögensverhältnisse
- Die Strafverfolgungsbehörden werden Sie niemals um die
Zahlung irgendwelcher Geldbeträge in einem Telefonat
auffordern.
- Seien Sie misstrauisch. Gehen Sie nie auf die Forderungen
ein, sondern legen sie auf und rufen die 110 an.
- Sprechen Sie auch mit älteren Angehörigen und Bekannten
über diese Betrugsmaschen und klären Sie sie über die
Gefahren auf.

Zurück zur Übersicht: Ostalbkreis

Mehr zum Thema

Kommentare