Über 126 000 Impfungen – das Kreisimpfzentrum ist jetzt zu

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Das Kreisimpfzentrum in Aalen ist geschlossen. Landrat Dr. Joachim Bläse und viele der Helfer jubelnüber den erfolgreichen Einsatz der letzten acht Monate.
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Nach acht Monaten wird das Kreisimpfzentrum in der Ulrich-Pfeifle-Halle geschlossen. Landrat Dr. Joachim Bläse zieht Bilanz.

Aalen

Donnerstag, 21 Uhr: Das war's. Das Kreisimpfzentrum (KIZ) des Ostalbkreises ist geschlossen. Auch am letzten Tag haben sich noch mehrere hundert Menschen in der Aalener Ulrich-Pfeifle-Halle gegen Corona impfen lassen. Die 67-jährige Barbara Gauweiler-Bubenheimer war die letzte Patientin. „Ich hätte nicht gedacht, dass heute noch mal so viele kommen“, sagt Landrat Dr. Joachim Bläse, der am Abend auf acht Monate KIZ-Betrieb zurückblickt. Die Schließung nimmt er zum Anlass, vor Ort allen Beteiligten für den monatelangen Einsatz zu danken.

Mehr als 126 000 Impfungen

Seit der Eröffnung des KIZ am 22. Januar wurden in der Ulrich-Pfeifle-Halle und bei Vor-Ort-Terminen durch Mobile Impfteams insgesamt 126 457 Impfungen verabreicht, wie die Verantwortlichen am späten Abend mitteilen.

Biontech: 46 398 Erst-, 48 128 Zweit- und 1 850 Auffrischungsimpfungen.

Astrazeneca: 14 755 Erst- und 4 881 Zweitimpfungen.

Moderna: 1 596 Erst-, 3 086 Zweit- und 23 Drittimpfungen.

Johnson & Johnson: 5 205 Einmalimpfungen.

Drei Worte fallen mir heute ein: Neuland, Kraftakt und Gemeinschaft.“

Karl-Heinz Ehrmann, Bürgermeister Aalen

Impfquote im vorderen Drittel

Der Landrat erinnert sich zurück an den herausfordernden Start der Impfkampagne im Ostalbkreis, der trotz Größe nur ein Impfzentrum erhalten hatte und an den Engpass der vorhandenen Impfdosen. Die anfängliche Terminbuchung glich einem Glücksspiel.

Inzwischen liege das Kreisimpfzentrum Ostalbkreis laut Bläse bei den Erstimpfungen auf Rang 15 und bei den Zweitimpfungen auf Platz 19 von insgesamt 52 Zentren in Baden-Württemberg.

Dank an die Unterstützer

Ohne den Einsatz der Ärzte, des medizinischen Fachpersonals der DRK-Kreisverbände Aalen und Schwäbisch Gmünd sowie des Malteser Hilfsdiensts wäre der Erfolg des Impfzentrums nicht möglich gewesen, betont der Landrat. Im Zweischichtbetrieb von 9 bis 21 Uhr sorgten die Helfer für einen reibungslosen Ablauf. Als Dank überreicht der Landrat den Vertretern der Hilfsorganisationen stellvertretend für alle Beschäftigten eine Dankesurkunde sowie einen Spendenscheck für die rund 330 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das Geld stammt aus der Spendenaktion über die Plattform „Gut für die Ostalb – Helden für Helden“. Das Geld aus der Kaffeekasse im Impfzentrum in Höhe von rund 6 800 Euro stellen die Beschäftigten der Hilfsorganisationen wiederum einer Flutopferfamilie im Ahrtal zur Verfügung.

Landrat Dr. Bläse betont die Unterstützung der Stadt Aalen, die die Halle für die Kontaktpersonennachverfolgung und fürs Impfzentrum zur Verfügung gestellt hatte. Auch Beschäftigte der Landkreisverwaltung seien für die Organisation verantwortlich gewesen. Allen voran das Team um Dezernent Thomas Wagenblast mit Julia Holzinger, Frank Abele und Otto Feil.

Das ärztliche Leitungsteam, Peter Schmidt und Hariolf Zawadil, ist stolz auf die Arbeit, die das Team in den vergangenen 251 Tage bewältigt hat. „Wir sind eine Einheit geworden“, sagt Zawadil. Alle zusammen hätten einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie geleistet, so Schmidt und Zawadil.

An diesem Freitag beginnen die Rückbauarbeiten des KIZ. Der wenige noch verbliebene Impfstoff, so Dezernent Thomas Wagenblast, werde von den Mobilen Impfteams weiterverwendet. Die Ausstattung werde teilweise eingelagert oder gehe zurück ans Land. In zwei Wochen soll die Halle für den Schulsport und andere Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

  • Weitere Impftermine beim Arzt vereinbaren
  • Wer noch nicht geimpft ist, noch die Zweitimpfung benötigt oder eine Drittimpfung zur Auffrischung möchte, kann sich ab diesem Freitag, 1. Oktober, nur noch bei einem niedergelassenen Arzt oder Betriebsarzt impfen lassen. Für die Zweitimpfung ist darauf zu achten, rechtzeitig einen Termin mit dem Hausarzt oder einem niedergelassenen Arzt zu vereinbaren. Wer keinen Hausarzt hat, kann auch auf der Internetseite der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg den Standort der nächstgelegenen Corona-Schwerpunktpraxis finden, um einen Zweitimpftermin zu vereinbaren. Wichtig: Der Termin sollte mindestens zwei Wochen vorher zu vereinbart werden.
Landrat Bläse überreicht dem ärztlichen Leitungsteam, Peter Schmidt und Hariolf Zawadil, eine Dankesurkunde.
Fiebermessen bei Besuchern des Kreisimpfzentrums Aalen während der Pandemie 2020/2021. Archivfoto: opo

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